Licht und Schatten am Arbeitsmarkt: Rückgang bei Jugendlichen, deutlicher Anstieg bei Personen über 50 Jahren
„Der Arbeitsmarkt zeigt derzeit ein differenziertes Bild: Während wir bei jungen Menschen eine erfreuliche Entspannung sehen, verzeichnen wir bei Personen über 50 Jahren einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, analysiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter die aktuellen Entwicklungen. „Insgesamt bleibt das Niveau weiterhin hoch“, so Bereuter. Mit 11.474 arbeitslos gemeldeten Personen liegt die Zahl um 7,2 Prozent höher als im Vorjahr.
Ein Lichtblick ist die Entwicklung bei Jugendlichen unter 25 Jahren. Die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe ist im Jahresvergleich um 5,8 Prozent auf 1.411 zurückgegangen. Die Schattenseite: Der deutliche Anstieg bei arbeitslosen Personen der Altersgruppe 50 plus um 16,2 Prozent. „Das ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein Hinweis struktureller Herausforderungen. Es braucht jetzt verstärkte Anreize für Betriebe, erfahrene Arbeitskräfte zu halten und einzustellen“, betont Bereuter. Um gegenzusteuern, setzt das AMS auf individuelle Beratung und eine enge Kooperation mit den Betrieben. Ein zentrales Instrument ist die Aktion 55+, die Betriebe mit einer Lohnkostenförderung bei der Einstellung und Einarbeitung arbeitsloser Menschen ab 55 Jahren unterstützt. „Unser Ziel ist es, allen Altersgruppen faire und nachhaltige Beschäftigungschancen zu ermöglichen“, so Bereuter.
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Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. März 2026