Arbeitsmarkt bleibt stark belastet
„Die ausbleibende wirtschaftliche Erholung hält den Vorarlberger Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck“, analysiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter die aktuelle Entwicklung. „Vor allem der Beschäftigungsrückgang in der Industrie und im Handel wirkt sich deutlich auf den Arbeitsmarkt aus. Die geringere Personalnachfrage führt zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit“, erläutert der Landesgeschäftsführer. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Prozent auf insgesamt 10.555 gestiegen. Besonders stark von dieser Entwicklung betroffen sind Personen ab 50 Jahren.
Die Zahl der Arbeitslosen in dieser Altersgruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent auf 3.245 erhöht. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitskräften hat zwei wesentliche Ursachen: Einerseits sind Beschäftigte über 50 Jahre stärker vom Personalabbau in den Unternehmen betroffen. Andererseits werden arbeitslose Personen dieser Altersgruppe bei der Besetzung offener Stellen noch immer zu wenig berücksichtigt“, informiert Bereuter. „Ältere Beschäftigte im Unternehmen zu halten und Menschen ab 55 Jahren bei Neueinstellungen verstärkt zu berücksichtigen, muss höchste Priorität haben." Mit der Impulsberatung für Betriebe, beispielsweise zum Thema alter(n)sgerechtes Arbeiten, sowie der Lohnkostenförderung für die Einarbeitungsphase im Rahmen der Aktion 55+ unterstützt das AMS Vorarlberg Unternehmen dabei, das gesamte verfügbare Arbeitskräftepotenzial bestmöglich zu nutzen. "Wir gestalten den Arbeitsmarkt gemeinsam und dürfen keine Personengruppe von vornherein ausschließen“, appelliert Bereuter.
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Diese Seite wurde aktualisiert am: 03. August 2026