Frauen auf dem Arbeitsmarkt – Das AMS Vorarlberg fördert in Kooperation mit femail das Projekt MIA und stärkt damit die gesellschaftliche Grundlage für Geschlechtergerechtigkeit
Eigenständige finanzielle Absicherung durch Erwerbsarbeit ist entscheidend für Gleichstellung. Das AMS Vorarlberg verfolgt diese Aufgabe seit Jahrzehnten. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Arbeitslosigkeit ist die Förderung des Arbeitskräftepotenzials besonders wichtig. Seit 2025 werden in Österreich Pilotprojekte zur Aktivierung der „Stillen Reserve“ gefördert. In Vorarlberg führt femail im Auftrag des AMS das Projekt MIA – Mein Weg in den Arbeitsmarkt für nicht oder geringfügig erwerbstätige Frauen durch.
60 Prozent der Personen ohne AMS-Meldung, die dem Arbeitsmarkt jedoch nicht oder nur geringfügig zur Verfügung stehen, sind weiblich. Die Gründe dafür sind vielfältig: Gesundheitliche Einschränkungen, Pflege und Betreuung von Angehörigen und Kindern, fehlende Deutschkenntnisse, Fehlinformationen oder Unsicherheiten zählen dazu. Um diese Frauen auf dem Weg in eine unabhängigere und selbstbestimmtere Zukunft zu unterstützen, ermutigt und befähigt femail sie dabei ihren Zugang zu Erwerbsarbeit neu zu entdecken und Hürden abzubauen. Die stv. Landesgeschäftsführerin vom AMS Vorarlberg, Katharina Neuhofer ergänzt: „Wir sind uns bewusst, dass die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt ein gewisses Spannungsfeld, insbesondere für Frauen darstellt. Gerade darum ist es uns wichtig, allen Frauen die bestmögliche Unterstützung für ihre Wege in den Arbeitsmarkt bieten zu können. Das Angebot im Projekt MIA stellt dazu einenwichtigen Lückenschluss dar.“
Vielfältige Möglichkeiten für den (Wieder-)Einstieg
In den offenen MIA-Treffs und fortlaufenden Gruppen erhalten Frauen Raum, sich in vertrauensvoller Atmosphäre auszutauschen, ihre Stärken zu entdecken und abseits von Vermittlungsdruck neue Perspektiven zu entwickeln. „Früher war ich nur kränklich und zuhause, jetzt bin ich rausgekommen aus meiner alten Routine.“, erzählt eine Teilnehmerin der Coaching Gruppe 1 aus Dornbirn. „Bei MIA wurde mir wirklich zugehört. Ich habe ich gelernt, dass ich wertvoll bin und auf mich schauen darf.“ Ihre Kollegin aus Feldkirch fügt hinzu: „Ich habe mich verloren gefühlt, jetzt habe ich Orientierung.“
„Mit dem Projekt MIA schließt femail ganz gezielt eine bisher bestehende Lücke zwischen Bürgerinnen und den vielfältigen bereits existierenden Angeboten, die zum Arbeitsmarkt hinführen. Es zeichnet femail aus, dass wir uns genau mit diesen Nischen und Lücken intensiv beschäftigen und so das Netz konkret für Frauen in Vorarlberg dichter weben.“ erläutert femail GF Lea Putz-Erath.
Im Herbst diesen Jahres finden an mehreren Standorten offene Treffs statt, die Raum schaffen für unverbindliche Infogespräche und Austausch. In den Coaching-Gruppen werden an bis zu fünf Terminen Themen wie finanzielle Sicherheit, eigene Stärken und Kompetenzen, Stress- und Zeitmanagement, Unterstützungsangebote der Arbeiterkammer Vorarlberg und des Berufsinformationszentrum (BIZ) des AMS Vorarlberg , sowie Facts, Tipps und Unterstützung für individuelle nächste Schritte behandelt. Zudem veranstaltet femail das MIA-Fest, bei dem die Stärken von Frauen (egal ob im Job oder dazwischen) sichtbar gemacht und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen gewürdigt werden wollen.
Weitere Infos zu den Terminen und Orte unter www.femail.at
Diese Seite wurde aktualisiert am: 08. September 2026