Zahl der Jobs wieder steigend - aber Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr bereits bei 12%
Die Zahl der unselbständig Beschäftigten liegt Ende Mai 2013 im Burgenland bei rund 99.000 (Schätzung*), was eine Zunahme (um 0,8%) gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3.487.000 unselbständig Beschäftigte erwartet
(+ 21.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten an die 1.300 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt wurde deren Arbeitslosigkeit in 100 Tagen beendet.
Ende Mai waren beim AMS Burgenland 6.889 Arbeitslose vorgemerkt (3.249 Frauen und 3.640 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank vor allem saisonbedingt im Vormonatsvergleich um 547 bzw. 7,4%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 740 bzw. 12% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichnete das Burgenland bei Männern, Älteren, AusländerInnen und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 461) lag um 24,7% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 20.818 bzw. 9% zu beobachten.
Ende Mai nahmen 2.381 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 191 Personen mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei rund 9.300 (+ 931 bzw. + 11,2% ggü. Vorjahr).
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Wir verzeichnen weniger Einstellzusagen und längere Jobsuchzeiten. Grund dafür sind die internationale Eintrübung und das in Ostösterreich verstärkt spürbare erhöhte Arbeitskräfteangebot. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt bei 12%. Vor allem Ältere und Arbeitskräfte in den Hilfs- und Handelsberufen bzw. Bau- und Metall-Elektroberufen kommen mehr unter Druck. Ich appelliere an Unternehmen die neue Förderaktion „Reife Leistung (Come-Back-Plus)“ in Anspruch zu nehmen und auch ältere Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen einzustellen.“
Auffallende Trends der Arbeitslosigkeit im Burgenland jeweils im Vergleich zum Vorjahr:
• Im Bezirk Neusiedl (+ 26,5%) und Jennersdorf (+ 21,0%)
• Bei den Bau- (+ 68), den Handels – (+ 78), den Metall-Elektro- (+ 157) und den Hilfsberufen (+ 161)
• Bei Männern (+ 15,8% mehr Arbeitslose), ausländischen Personen (+ 14,4%), Älteren (+ 15,5%) und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 24,1%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag bei 6,5% und damit unter dem Bundesschnitt (6,7%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Mai bei 592, das waren um 3,1% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 11,9% reduziert. Im Mai wurden rund 660 Stellen vom AMS Bgld akquiriert – gleichzeitig an die 700 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 17 Tage.
Ende Mai standen auf dem Lehrstellenmarkt den 93 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (- 24 ggü. Vorjahr) insgesamt 57 offene Lehrstellen (- 13 ggü. Vorjahr) gegenüber. Aktuell nützen 450 Jugendliche, die keinen betrieblichen Lehrplatz finden konnten, BAG-Lehrgänge und Lehrwerkstätten für ihre Facharbeiterausbildung. Ab Juli kommen auf 310 offene Lehrstellen dann 285 Lehrstellensuchende. Dringend gesucht werden noch Jugendliche, die sich für eine Lehre im Handel oder im Tourismus interessieren.
Ältere Menschen stellen einen wachsenden Anteil an der Bevölkerung und am Arbeitskräftepotenzial. Jetzt sollen sie vermehrt und nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Die neue Förderaktion „Reife Leistung (Come-Back-Plus)“ richtet sich gezielt an Unternehmen, die ältere Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen einstellen.
Die Beschäftigung von älteren Menschen steigt. Die Arbeitslosigkeit älterer Menschen ebenfalls: 2012 waren 3.434 Personen, die älter als 45 sind, beim AMS vorgemerkt. Das entspricht einem Plus von 265 oder 8,4 % im Vorjahresvergleich. Diese Entwicklung hat sich auch 2013 fortgesetzt. Kommt nun zum Arbeitslosigkeitsrisiko von Älteren eine gesundheitliche Einschränkung, dann sinken die Arbeitsmarktchancen der betroffenen Arbeitsuchenden. Mit dem Beschäftigungsprogramm „Reife Leistung“ unterstützt das AMS Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die auf die Erfahrung und das Können älterer Arbeitskräfte zählen, und ihnen selbst dann eine Chance geben, wenn sie gesundheitliche Einschränkungen haben.
„Es geht darum, gesellschaftliche Verwantwortung zu übernehmen“, sagt AMS-Chefin
Mag. Helene Sengstbratl und hofft, dass ihr Appell nicht ungehört bleibt, und viele Unternehmer und Unternehmerinnen von der Förderaktion Gebrauch machen und ge-sundheitlich eingeschränkte ältere Arbeitskräfte einstellen.
„Reife Leistung 2013“ – ein Programm unterstützt ältere gesundheitlich beein-trächtigte Menschen
„Reife Leistung (Come-Back-Plus)“ richtet sich an alle Unternehmen und Dienst-geberInnen, die ältere Arbeitslose einstellen. Gefördert werden Arbeitsverhältnisse von arbeitslosen Frauen ab 45 Jahren und arbeitslosen Männern ab 50 Jahren. Das Arbeitsverhältnis muss neu sein, weiters muss die geförderte Arbeitskraft eine gesundheitliche Einschränkung aufweisen. Ist das der Fall, können gemeinnützige und öffentliche Ar-beitgeber 66,7 %, kommerzielle Unternehmen 50 % der Bemessungsgrundlage (laufendes Bruttoentgelt plus 50 % Pauschale für Nebenkosten) als Förderung erhalten. Die Obergrenze für das Bruttoentgelt liegt bei über 4.440 Euro brutto. Die Förderdauer be-trägt längstens 12 Monate, der genaue Förderzeitraum wird zwischen Unternehmen und AMS abgestimmt. Die Aktion gilt für neu abgeschlossene Dienstverhältnisse, die im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Dezember 2013 starten.
Voraussetzung ist die Kontaktaufnahme des Betriebes mit dem AMS vor Beginn des Dienstverhältnisses. Die Förderung ist an ein Beratungsgespräch zwischen AMS und Unternehmen bezüglich der zu fördernden Person gebunden.
Über Details informiert jede regionale Geschäftsstelle des AMS Burgenland.
Ende April hat sich die Arbeitsmarktlage saisonbedingt etwas entspannt - Trotzdem: Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr noch über der 10%-Marke
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen liegt Ende April 2013 bei rund 97.000 (Schätzung*), was eine minimale Zunahme (um 0,2%) gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3.450.000 unselbständig Beschäftigte erwartet (+ 19.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten an die 3.300 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt wurde deren Arbeitslosigkeit in 102 Tagen beendet.
Ende April waren beim AMS Burgenland 7.436 Arbeitslose vorgemerkt (3.380 Frauen und 4.056 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank vor allem saisonbedingt im Vormonatsvergleich um 2.572 bzw. 25,7%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im April im Vergleich zum Vorjahr um 695 bzw. 10,3% zu. Einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichnete das AMS bei Männern, Älteren, AusländerInnen und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 849) lag um 13,2% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 21.298 bzw. 8,5% zu beobachten.
Ende April nahmen 2.496 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 309 Personen mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen lag somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei rund 9.900 (+ 1.004 bzw. + 11,2% ggü. Vorjahr).
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Der ungewöhnlich lange Winter hat im März zu einer zusätzlich Verschärfung der Lage vor allem im Bau- und Baunebengewerbe geführt und die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe ansteigen lassen. Im April hat sich aber die Arbeitsmarktlage saisonbedingt wieder etwas entspannt: aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des erhöhten Arbeitskräfteangebots bewegt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber noch immer über der 10%-Marke. Vor allem Ältere und Arbeitskräfte in den Hilfs-, Metall-Elektro- und Bauberufen kommen mehr unter Druck.“
Auffallende Trends der Arbeitslosigkeit im Burgenland jeweils im Vergleich zum Vorjahr:
• Im Bezirk Mattersburg (+ 18,1%) und Eisenstadt (+ 13,0%)
• Bei den Bau- (+ 78), den Metall-Elektro- (+ 150) und den Hilfsberufen (+ 162)
• Bei Männern (+ 12,1% mehr Arbeitslose), ausländischen Personen (+ 14,3%), Älteren (+ 14,8%) und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 19,0%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 7,1% unter dem Bundesschnitt (7,3%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende April bei 494, das waren um 18,5% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 12,2% reduziert. Im April wurden rund 860 Stellen vom AMS Bgld akquiriert – gleichzeitig an die 580 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 17 Tage.
Ende April standen auf dem Lehrstellenmarkt den 93 Lehrstellensuchenden (- 30 ggü. Vorjahr) insgesamt 68 offene Lehrstellen (- 24 ggü. Vorjahr) gegenüber. Aktuell nützen 500 Jugendliche, die keinen betrieblichen Lehrplatz finden konnten, BAG-Lehrgänge und Lehrwerkstätten für ihre Facharbeiter-ausbildung.