Umschulungsgeld

Stand: 01.01.2017

Gilt für Personen, die ab dem 1.1.1964 geboren wurden

Was?

Umschulungsgeld erhalten Personen, für die vom Pensionsversicherungsträger mit Bescheid festgestellt wurde, dass ein Rechtsanspruch auf berufliche Maßnahmen der Rehabilitation nach den Bestimmungen des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) besteht.

Der Anspruch auf Umschulungsgeld besteht nur dann, wenn die Betroffenen bei der Auswahl, Planung und Durchführung der beruflichen Maßnahmen der Rehabilitation aktiv mitwirken.

Wer?

Umschulungsgeld erhalten Personen, für die vom Pensionsversicherungsträger mit Bescheid festgestellt wurde, dass ein Rechtsanspruch auf berufliche Maßnahmen der Rehabilitation nach § 253e,  § 270a oder § 276e des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)  besteht. Die berufliche Maßnahme der Rehabilitation muss zweckmäßig und zumutbar sein.

Wieviel?

Das Umschulungsgeld gebührt in der Phase der Auswahl und Planung der beruflichen Maßnahmen der Rehabilitation in der Höhe des Arbeitslosengeldes.

Ab der Teilnahme an der ersten Maßnahme der beruflichen Rehabilitation wird der Grundbetrag des Arbeitslosengeldes um 22% erhöht.

Zusätzlich können unter bestimmten Voraussetzungen Familienzuschläge für Kinder sowie für EhepartnerInnen, LebensgefährtInnen oder eingetragene PartnerInnen  gewährt werden.

Der Mindestbetrag des Umschulungsgeldes während der Teilnahme an einer Maßnahme beträgt allerdings jedenfalls täglich € 34,60.

Wie lange?

Das Umschulungsgeld gebührt ab der Feststellung des Pensionsversicherungsträgers, dass ein Rechtsanspruch auf berufliche Maßnahmen der Rehabilitation besteht, wenn die Geltendmachung beim zuständigen AMS innerhalb von 4 Wochen nach dem Datum des Bescheides des Pensionsversicherungsträgers erfolgt. Wird der Anspruch später als 4 Wochen nach dem Bescheiddatum geltend gemacht, dann gebührt das Umschulungsgeld frühestens ab dem Tag, an dem der Antrag auf Umschulungsgeld gestellt wurde.

Der Anspruch endet mit dem Monatsende nach Beendigung der letzten Maßnahme der beruflichen Rehabilitation.

Wie?

Wenn Sie nicht NutzerIn eines eAMS-Kontos sind, beachten Sie bitte folgende Punkte.

Sie können das Umschulungsgeld nur mittels persönlicher Vorsprache beim AMS beantragen.

Die Beantragung (= Geltendmachung des Anspruchs) ist nur bei Ihrer zuständigen regionalen Geschäftsstelle möglich. Versäumen Sie auch keinesfalls Fristen für die Einbringung des Antrags oder allfällig ausständiger Unterlagen, die Ihnen von Ihrem/r AMS-BeraterIn genannt werden. Verständigen Sie daher rechtzeitig Ihre regionale Geschäftsstelle, wenn Sie den Antrag nicht termingerecht abgeben können.

Wenn Sie wissen möchten, welche Möglichkeiten und Services Ihnen das eAMS-Konto bietet, informieren Sie sich mit unserem Online Ratgeber "Hilft mir das eAMS-Konto?".

Als NutzerIn eines eAMS-Konto haben Sie die Möglichkeit, das Umschulungsgeld elektronisch über das eAMS-Konto zu beantragen. Genaue Informationen zu den konkreten Ablaufschritten und die dabei zu beachtenden Voraussetzungen finden Sie direkt in Ihrem eAMS-Konto.


 

Womit?

Bitte bringen Sie bei der Abgabe des Antragsformulars die Dokumente mit, die Ihnen auf Seite 6 des bundeseinheitlichen Antragsformulars bekannt gegeben werden und die zum Nachweis Ihrer Angaben dienen.

Falls Sie das Umschulungsgeld über Ihr eAMS-Konto beantragen, beachten Sie bitte die dortigen Hinweise und Informationen.