Niedrigqualifizierte, Ältere Personen und AusländerInnen sind besonders stark betroffen.
Bei einem prognostizierten Stand von 301.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 10.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 27.113 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 30.4.2013 die Arbeitslosenquote in Tirol 8,3 % (April 2012: 8,0 %).
In Tirol kam es im April 2013 mit +1.721 oder +6,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einer Steigerung an vorgemerkten arbeitslosen Personen. Gleichzeitig stieg in Österreich die Arbeitslosigkeit um +21.298 Personen oder +8,5 %. „Tirol profitierte im März bei den Arbeitslosenzahlen vom Tourismus, in der Zwischensaison schlägt das Pendel naturgemäß in die entgegengesetzte Richtung aus. Dabei ist nicht nur der Tourismus selbst zu benennen, sondern auch die mit ihm verflochtenen Wirtschaftszweige wie der Handel“, kommentiert AMS Tirol Chef Anton Kern die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. „Erfreulich aus Tiroler Sicht ist – gegen den Österreichtrend - der stabile Bau, erstaunlich ist das hohe prognostizierte Beschäftigungswachstum in Tirol.“
Den größten Zuwachs nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet gab es im Bereich Beherbergung und Gastronomie (+691 oder +5,7 %), bei der Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen (+224 oder +14,4 %) und im Abschnitt Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+203 oder +7,5 %). Nennenswerte Rückgänge sind nicht zu verzeichnen.
Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme bei den 807 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren mit einem Rückgang um 2,5% oder -21 Personen, bei allen Altersgruppen gestiegen. Bei den 3.493 arbeitslosen 20- bis 24-Jährigen kommt es zu einem Plus von 1,0 % oder +33. Bei den 16.903 Personen zwischen 25 und 49 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit um 6,5 % oder +1.033 und bei den 5.910 Personen über 50 Jahren ist ein Anstieg von 12,9 % oder +676 Personen festzustellen. „Das AMS Tirol begrüßt das neue Paket zur Förderung von Älteren am Arbeitsmarkt. Mit dem Programm „ Reife Leistung“ hoffen wir – zusammen mit anderen Initiativen – der Langzeitarbeitslosigkeit gegensteuern zu können,“ so Anton Kern.
Bei den 736 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Anstieg um 144 Personen oder +24,3 % zu verzeichnen.
Nach Regionen betrachtet ist in Kitzbühel ein Rückgang um 81 Personen oder -2,9 % festzustellen. In allen übrigen Bezirken werden Zuwächse beobachtet. In Schwaz stieg die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 9,7 % oder +280 gefolgt von Innsbruck (+9,5 % oder +691), Imst (+9,5 % oder +220), Kufstein (+8,2 % oder 249), Lienz (+7,1 % oder +164), Landeck (+4,5 % oder +148) und Reutte (+3,5 % oder +50).
Im April 2013 nahmen 2.507 Personen an Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol teil, das sind im Vorjahresvergleich um 115 oder +4,8 % mehr.
Es gab bei den 3.157 Stellenzugängen ein Minus von 181 oder -5,4 %. Bei den 3.104 Stellenabgängen ist eine Steigerung um 326 oder +11,7 % zu beobachten.
Die Laufzeit bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 29 Tage.
Arbeitslosigkeit nach Berufen: Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Anstieg bei den Fremdenverkehrsberufen mit +549 oder +4,7 %, Handelsberufen mit +191 oder
+9,1 % und bei den Reinigungsberufen mit +162 oder +17,6 % feststellbar.
Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen: Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme bei den 807 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren mit einem Rückgang um 2,5 % oder -21 Personen, bei allen Altersgruppen gestiegen. Bei den 3.493 arbeitslosen 20- bis 24-Jährigen kommt es zu einem Plus von 1,0 % oder +33. Bei den 16.903 Personen zwischen 25 und 49 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit um 6,5 % oder +1.033 und bei den 5.910 Personen über 50 Jahren ist ein Anstieg von 12,9 % oder +676 Personen festzustellen.
Langzeitarbeitslosigkeit: Bei den Langzeitarbeitslosen sind 736 Personen länger als 1 Jahr vorgemerkt, was eine Steigerung um 144 Personen oder +24,3 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Zahl der 6 Monate und länger Vorgemerkten stieg um 356 Personen oder +18,1 % auf 2.323.
Arbeitslosigkeit nach Geschlecht: Nach geschlechtsspezifischer Betrachtung der vorgemerkten Arbeitslosen kam es sowohl bei den Frauen mit +805 oder +5,9 % auf 14.384, als auch bei den 12.729 Männern mit +916 oder +7,8 % zu einem Anstieg.
Arbeitslosigkeit nach Regionen: Nach Regionen betrachtet ist in Kitzbühel ein Rückgang um 81 Personen oder -2,9 % festzustellen. In allen übrigen Bezirken werden Zuwächse beobachtet. In Schwaz stieg die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 9,7 % oder +280 gefolgt von Innsbruck (+9,5% oder +691), Imst (+9,5 % oder +220), Kuf-stein (+8,2 % oder 249), Lienz (+7,1 % oder +164), Landeck (+4,5 % oder +148) und Reutte (+3,5 % oder +50)
Arbeitskräftenachfrage: Es gab bei den 3.157 Stellenzugängen ein Minus von 181 oder -5,4 %. Bei den 3.104 Stellenabgängen ist eine Steigerung um 326 oder +11,7 % zu beobachten.
Zugang in die Arbeitslosigkeit: Im April 2013 verzeichnet Tirol einen Zugang von 18.024 arbeitslosen Personen, das sind um 2.354 oder +15,0 % mehr als im Vorjahresvergleich.
Lehrstellenmarkt: Am Lehrstellenmarkt sind die gemeldeten freien Lehrstellen im Vergleich zum April 2012 um 118 oder -17,3 % auf 565 gesunken. Die Zahl der 286 Lehrstellensuchenden ist um 36 Personen oder -11,2 % zu-rückgegangen. Das ergibt eine Lehrstellenandrangziffer von 0,5.
Tourismus wirkt erneut stabilisierend auf den Arbeitsmarkt. Tiroler Beschäftigungs-wachstum überdurchschnittlich, Bau noch in den Startlöchern.
Bei einem prognostizierten Stand von 313.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 4.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 17.857 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.3.2013 die Arbeitslosenquote in Tirol 5,4 % (März 2012: 5,5 %).
In Tirol kam es im März 2013 mit -155 oder -0,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen. In Österreich stieg die Arbeitslosigkeit um 26.271 Personen oder
+10,0 %. „Der Tiroler Arbeitsmarkt profitierte im Monat März zweifelsohne von dem frühen Ostertermin, dieser und eine gute Buchungslage im Tourismus beeinflussten die aktuellen Zahlen, zugleich sind wir vom über-durchschnittlichen Beschäftigungswachstum doch positiv überrascht. Trotz günstiger Anzeichen bei den Daten bleiben wir vorsichtig optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes,“ kommentiert Mag. Johannes Schranz, zuständig für Statistik im AMS Tirol, die neuesten Arbeitsmarktdaten.
Den größten Zuwachs nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet gab es im Bereich Bau (+279 oder +9,0 %) und bei der Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen (+196 oder +12,3 %). Die größten Rückgänge sind im Abschnitt Beherbergung und Gastronomie (-970 oder -20,8 %) und im Bereich Erziehung und Unterricht (-148 oder -32,2 %) zu verzeichnen.
Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme bei den 3.910 Personen älter als 50 Jahre mit einem Zuwachs von 3,8 % oder +143 Personen, bei allen Altersgruppen gesunken. Bei den 570 arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren ist ein Rückgang um 10,2 % oder -65 Personen festzustellen. In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen (2.390) kommt es zu einem Minus von 1,2 % oder -28 Personen und bei den 10.987 Personen zwischen 25 und 49 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 1,8 % oder -205 zurück.
Bei den 714 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Anstieg um 167 Personen oder +30,5 % zu verzeichnen.
Nach Regionen betrachtet sind in Lienz mit einem Plus von 9,3 % oder 182 Personen und in Innsbruck mit +2,3 % oder +160 Personen Zuwächse festzustellen. In allen übrigen Bezirken ging die Arbeitslosigkeit zurück. In Kitzbühel sind Rückgänge im Ausmaß von 15,1 % oder -265 zu beobachten. Es folgen Reutte (-7,5 % oder -56), Imst (-6,1 % oder -84), Schwaz (-3,4 % oder -54), Kufstein (-1,1 % oder -28) und Landeck mit -0,9 % oder -10 Personen.
Im März 2013 nahmen 2.184 Personen an Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol teil, das sind im Vorjahresvergleich um 91 oder -4,0 % weniger.
Es gab bei den 3.236 Stellenzugängen ein Minus von 135 oder -4,0 %. Bei den 2.820 Stellenabgängen ist eine Steigerung um 45 oder +1,6 % zu beobachten. „Der etwas zurückhaltendere Arbeitskräftebedarf kann nicht auf eine anhaltende Verunsicherung von Unternehmen wegen der fortdauernden internationalen Konjunkturrisiken interpretiert werden, immerhin gab es in den letzten Monaten ein Plus an Stellenzugängen. Entscheidend ist auch hier die längerfristige Beobachtung, erst dann lassen sich Trends erkennen“, fasst Mag. Johannes Schranz zusammen.
Die Laufzeit bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 35 Tage.
Arbeitslosigkeit nach Berufen
Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Rückgang bei den Fremdenverkehrsberufen mit -923 oder -21,4 % und bei den Lehr- und Kulturberufen mit -81 oder -12,6 % feststellbar.
Im Bereich Bau (+168, oder +7,1 %) und bei den Metall- und Elektroberufen (+154 oder +13,3 %) ist ein Zuwachs zu verzeichnen.
Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen: Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme bei den 3.910 Personen älter als 50 Jahre mit einem Zuwachs von 3,8 % oder +143 Personen, bei allen Altersgruppen gesunken. Bei den 570 arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren ist ein Rückgang um 10,2% oder -65 Personen festzustellen. In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen (2.390) kommt es zu einem Minus von 1,2 % oder -28 Personen und bei den 10.987 Personen zwischen 25 und 49 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 1,8 % oder -205 zurück.
Langzeitarbeitslosigkeit: Bei den Langzeitarbeitslosen sind 714 Personen länger als 1 Jahr vorgemerkt, was eine Steigerung um 167 Personen oder +30,5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Zahl der 6 Monate und länger Vorgemerkten stieg um 360 Perso-nen oder +18,4 % auf 2.312.
Arbeitslosigkeit nach Geschlecht: Nach geschlechtsspezifischer Betrachtung der vorgemerkten Arbeitslosen kam es bei den 7.000 Frauen mit -521 oder -6,9 % zu einem Rückgang. Bei den 10.857 Männern ist ein Zuwachs im Ausmaß von 366 Personen oder +3,5 % festzustellen.
Arbeitslosigkeit nach Regionen: Nach Regionen betrachtet sind in Lienz mit einem Plus von 9,3 % oder 182 Personen und in Innsbruck mit +2,3 % oder +160 Personen Zuwächse festzustellen. In allen übrigen Bezirken ging die Arbeitslosigkeit zurück. In Kitzbühel sind Rückgänge im Ausmaß von 15,1 % oder -265 zu beobachten. Es folgen Reutte (-7,5 % oder -56), Imst (-6,1 % oder -84), Schwaz (-3,4 % oder -54), Kufstein (-1,1 % oder -28) und Landeck mit -0,9 % oder -10 Personen.
Arbeitskräftenachfrage: Es gab bei den 3.236 Stellenzugängen ein Minus von 135 oder -4,0 %. Bei den 2.820 Stellenabgängen ist eine Zunahme um 45 oder +1,6 % zu beobachten.
Zugang in die Arbeitslosigkeit: Im März 2013 verzeichnet Tirol einen Zugang von 6.379 arbeitslosen Perso-nen, das sind um 1.307 oder -17,0 % weniger als im Vorjahresvergleich.
Lehrstellenmarkt: Am Lehrstellenmarkt sind die gemeldeten freien Lehrstellen im Vergleich zum März 2012 um 152 oder -20,4 % auf 594 zurückgegangen. Die Zahl der 285 Lehrstellensuchenden ist um 19 Personen oder -6,2 % zurückgegangen. Das ergibt eine Lehrstellenandrangziffer von 0,5.
(Bozen, Chur, Innsbruck. Dienstag, 6. März 2013). Der Lenkungsausschuss von EU-RES-TransTirolia, das ist die grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen Tirol, Südtirol und Graubünden im Bereich Arbeitswesen, tagte heute unter dem Vorsitz des Abteilungsdirektors für Arbeit und Präsidenten von EURES TransTirolia, Helmuth Sinn, in Bozen.
Bei den intensiven Gesprächen standen die Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Südtirol im Vordergrund. „Das Bundesland Tirol und der Schweizer Kanton Graubünden stehen nämlich derzeit besser da, als wir,“ stellte Abteilungsdirektor Sinn fest. „Deshalb werden wir in unseren Arbeitsvermittlungszentren verstärkt auch auf die Arbeitsmöglichkeiten in den benachbarten Grenzregionen hinweisen.“ Damit setzt EURES TransTirolia sein Hauptanliegen um, die grenzüberschreitende Beschäftigung in Tirol, Südtirol und Graubünden zu fördern.
Bereits im April wird ein Treffen der EURES-Berater aus Tirol, Südtirol und Graubünden stattfinden, bei dem konkrete Maßnahmen geplant werden sollen. Die EURES-Berater sind Mitarbeiter der Arbeitsvermittlungszentren und für die grenzüberschreitende Beratung und Vermittlung spezialisiert.
Im Juni soll dann eine Tagung stattfinden, bei der die verschiedenen arbeitsmarktpoliti-schen Möglichkeiten erörtert und ausgetauscht werden. „Die Freizügigkeit von Arbeit-nehmerInnen und Auszubildenden ist eine der vier Grundfreiheiten innerhalb der Europäischen Union. Diese in der Region TransTirolia zum Nutzen der Wirtschaft und der Arbeitsuchenden umzusetzen, wollen wir gemeinsam neue Impulse setzen,“ bekräftigt Anton Kern.
Dem Lenkungsausschuss gehören neben Sinn der Landesgeschäftsführer des Arbeits-marktservice Tirol, Anton Kern, der Chef des kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Graubünden, Paul Schwendener, der Abteilungsleiter für Arbeits- und Sozialrecht in der Wirtschaftskammer Tirol, Bernhard Achatz sowie der Landessekretär des ÖGB-Tirol, Peter Hofer, an. Getragen wird TransTirolia vom europäischen Arbeitsvermittlungssystem EURES (european employment services).
Nähere Informationen zu EURES TransTirolia sind unter www.eures-transtirolia.eu ab-rufbar. Dort befindet sich auch eine Job-Börse, bei der aktuell mehr als 3.000 Arbeits-stellen im Bundesland Tirol, an die 150 Arbeitsstellen in Graubünden sowie ca. 600 Arbeitsstellen in Südtirol angeboten werden.