Der Kärntner Arbeitsmarkt im Jänner 2026

„Mit der bundesweit geringsten Zunahme an vorgemerkten Arbeitslosen und Schulungs- teilnehmenden (+120 Personen / 0,4%) starten wir in Kärnten gut in das Arbeitsmarktjahr 2026. Erfreulich ist im Jänner insbesondere die Abnahme bei den über 50-jährigen Arbeitslosen (-120 / -1,3%). Die Zunahme bei den Langzeitarbeitslosen (über ein Jahr vorgemerkt) fällt mit +3,3% im Österreichvergleich (+24,5%) sehr moderat aus. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg in Kärnten im Jänner leicht um 2,2%. Die gute Auslastung im Wintertourismus führte zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit im Fremdenverkehr (-129 / - 5,0%). In gleich vier Bezirken konnte die Zahl der Arbeitslosen reduziert werden: Prozentuell gab es die stärkste Abnahme in Wolfsberg (-5,5%), gefolgt von Völkermarkt (-2,9%), Villach (-2,0%) und St. Veit/Glan (-0,3%). Ebenfalls sehr positiv: Im Jänner waren wieder mehr offene Stellen gemeldet (+332 / +7,5%). Kärnten verzeichnet hier als einziges Bundesland eine Zunahme. Der Österreichschnitt liegt bei -10,5%," sagt Mag. Peter Wedenig, Geschäftsführer AMS Kärnten.


  • Veröffentlicht 02.02.2026
  • Bundesland Kärnten

Monatsüberblick

Unselbständige Beschäftigung

Die Beschäftigtenzahl in Kärnten sinkt weiterhin leicht: Minus -0,4 % bzw. -1.000 werden für Jänner prognostiziert, damit liegt die geschätzte unselbständige Beschäftigung bei 212.000. Österreichweit zeigt sich im Vergleich zum Vorjahresmonat eine leichte Zunahme der Beschäftigung
(3.918.000 Beschäftigte/ Veränderung +0,2 %).

Arbeitslosenquote

Für Jänner 2026 liegt die geschätzte Arbeitslosenquote bei 10,5 %, Österreichweit liegt die Arbeitslosenquote bei 8,8 %. Die Quote der Männer liegt bei 13,3 % jener der Frauen bei 7,3 %.

Arbeitslose Frauen und Männer

Insgesamt sind 24.785 Personen arbeitslos gemeldet. Das ist ein leichtes Plus von +44/ +0,2%, und liegt damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (Österreichvergleich: +14.025/ +3,8%). Inklusive der Schulungsteilnehmer_innen verzeichnet Kärnten mit 28.134 arbeitslosen Personen den geringsten Anstieg im Bundesländervergleich. Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach Ausbildung, zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen von Personen mit Pflichtschulabschluss (-143/ -1,5 %). Bei Personen mit akademischer Ausbildung hingegen ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu beobachten (+139/ +11,0 %). Den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet die Branche Holz mit -9,9 %, gefolgt vom Fremdenverkehr mit -5,0 % und den Hilfsberufen mit -0,6 %. Mit -31 bzw. -0,4 % ist die Arbeitslosigkeit der Frauen gegenüber dem Vorjahresmonat auf 8.324 Personen gesunken. Bei den  ännern hingegen zeigt sich ein Anstieg um 75 Personen bzw. +0,5 %, der vor allem die Bereiche Bau, Technik, und Büroberufe betrifft. Die Arbeitslosigkeit der 50-Jährigen und Älteren nimmt ab. 8.837 Arbeitslose 50 Jahre und älter sind derzeit beim AMS Kärnten vorgemerkt. Das sind um -1,3 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres (Österreichschnitt +4,9 %). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 1 Jahr vorgemerkt) zeigt einen leichten Anstieg (+83 /+3,3 %). Sie beträgt aktuell 2.562 Personen (Österreichschnitt +24,5 %).

Arbeitslose Jugendliche

Nach einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu Jahresbeginn im Vorjahresvergleich verzeichnet Kärnten ab August einen Rückgang. Aktuell zeigt sich jedoch erstmals wieder ein leichter Anstieg um +51 Personen beziehungsweise +2,2 %. Derzeit sind 2.396 Jugendliche unter 25 Jahren
beim AMS Kärnten als arbeitslos vorgemerkt. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit betrifft vor allem die Branchen Bau und Gesundheit.

Stellenmarkt

Die Zahl der offenen Stellen steigt im Jänner 2026 deutlich um +7,5 % auf 4.765 Stellen. Zuwächse zeigen sich vor allem in den Berufsgruppen Technik, Hilfsberufe und Bau. In den Bereichen Handel, Holz
und Büroberufe ist hingegen weiterhin ein Rückgang bei den offenen Stellen zu verzeichnen.

Lehrstellenmarkt

Im Jänner 2026 stehen 436 Lehrstellensuchenden (-13/-2,9 %) 427 offenen Lehrstellen gegenüber. Kärntenweit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang der offenen Lehrstellen, um -16,3 % zu verzeichnen. Fast zwei Drittel der offenen Lehrstellen entfallen auf die Bereiche Fremdenverkehr, Metall/Elektro, sowie den Handel. Etwa 6 von 10 Lehrstellensuchenden suchen eine Lehrstelle in den Bereichen Metall/Elektro, Handel oder Büro.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02. Februar 2026