Der steirische Arbeitsmarkt: Februar 2021

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um fast ein Viertel auf 50.467 Betroffene an, damit sind inklusive der 8165 Teilnehmer_innen an Schulungen derzeit 58.632 Personen in der Steiermark ohne Job. Dennoch erfreulich: Aufgrund der Corona-Joboffensive erhöhte sich die Zahl der Teilnehmer_innen an Aus-und Weiterbildungen um 629 Personen oder 8,3 Prozent.


  • Veröffentlicht 01.03.2021
  • Bundesland Steiermark

Auch gut ein Jahr nach Beginn der Coronakrise präsentiert sich die Lage am steirischen Arbeitsmarkt weiterhin höchst angespannt: Im Vergleich zum Vorjahr kletterte die Arbeitslosigkeit um 9525 Betroffene oder 23,3 Prozent auf 50.467 Personen. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich indes eine Abnahme um 5163 Personen (-9,3 Prozent). Einschließlich der 8165 Schulungsteilnehmer_innen waren damit Ende Februar 58.632 Personen in der Steiermark ohne Job (+20,9 Prozent). Die Zahl der unselbständig Beschäftigten sank geschätzt gegenüber dem Vorjahr um 11.000 Personen oder 2,0 Prozent auf 513.000 Personen, die Arbeitslosenquote liegt damit bei 9,0 Prozent (+1,7 Prozentpunkte). 9841 offene Stellen sind derzeit bei den steirischen AMS-Geschäftsstellen gemeldet (-1042 offene Stellen, -9,6 Prozent).

Aktuell befinden sich rund 66.000 Beschäftigte in mehr als 8000 steirischen Unternehmen in Kurzarbeit. Gut 90.000 Abrechnungen der Betriebe wurden bis dato vom AMS Steiermark verarbeitet, circa 814 Millionen Euro an Kurzarbeitsbeihilfe ausbezahlt.

„In dieser Zeit der Krise bleibt Qualifizierung das wichtigste Rezept! Die Corona-Joboffensive der Bundesregierung ist voll angelaufen, wir bilden gegenwärtig mit Hochdruck aus. So verbuchen wir im Februar in der Steiermark ein Plus von 629 Personen bei den Teilnehmer_innen an Schulungen, Tendenz steigend“, betont die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Steiermark, Christina Lind. „Mit unseren vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangeboten können wir zum einen Arbeitsuchende beim beruflichen Neustart fördern und wirken damit gleichzeitig auch dem in einigen Branchen spürbaren Engpass an Fachkräften entgegen. Ab dem Frühjahr bieten wir etwa erstmals verkürzte Lehrausbildungen in Heizungs- wie Elektrotechnik an – überhaupt besteht in Handwerk, Gewerbe und Industrie nach wie vor ein großer Bedarf an qualifizierten Mitarbeiter_innen. Die Pandemie hat ja auch der Digitalisierung in der Wirtschaft enormen Auftrieb verliehen, entsprechend haben wir hier unser Kursangebot ebenfalls deutlich ausgebaut“, so Lind abschließend.

 

Diese Seite wurde aktualisiert am: 01. März 2021