Beschäftigungsbewilligung

Der Arbeitgeber braucht eine Beschäftigungsbewilligung, wenn die ausländische Arbeitskraft zwar einen Aufenthaltstitel besitzt oder Niederlassungsfreiheit genießt, aber zur Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nicht ohne eine zusätzliche Genehmigung berechtigt ist.

Die Beschäftigungsbewilligung gibt es als reguläre Bewilligung mit maximal zwölfmonatiger Geltungsdauer oder als "Saison- oder Kontingentbewilligung"(siehe Kontingentbewilligung), mit sechsmonatiger (in bestimmten, gesetzlich festgelegten Fällen, neunmonatiger) Geltungsdauer.

Die Beschäftigungsbewilligung gilt für einen bestimmten und beruflich definierten Arbeitsplatz. Sie kann nicht auf einen anderen Arbeitgeber übertragen werden.

Die Beschäftigungsbewilligung ist mit der Auflage verbunden, daß der Ausländer bzw die Ausländerin nicht zu schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen beschäftigt wird, als sie für die Mehrzahl der bezüglich der Leistung und der Qualifikation vergleichbaren inländischen Arbeitnehmer des Betriebes gelten. Bei Nichtbeachtung dieser Auflage kann die Beschäftigungsbewilligung widerrufen werden.

Der Arbeitgeber hat der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS innerhalb von drei Tagen den Beginn und das Ende des Beschäftigungsverhältnisses mit dem bewilligten ausländischen Arbeitnehmer zu melden und die Beschäftigungsbewilligung in seinem Betrieb zur Einsichtnahme im Falle einer Kontrolle bereitzuhalten. Beschäftigungsbewilligungen erlöschen, wenn nicht innerhalb von sechs Wochen nach Laufzeitbeginn das Arbeitsverhältnis aufgenommen wird !

Für türkische Staatsangehörige können Beschäftigungsbewilligungen von Amts wegen erteilt oder verlängert werden, wenn sie die Voraussetzungen nach Art 6, Art 7 oder Art 9 des Assoziationsratsbeschlusses EWG-Türkei aus 1980 erfüllen. Die Voraussetzungen werden von den Geschäftsstellen des AMS geprüft.

Den Antrag bringt der österreichische Arbeitgeber an der für den Arbeitsort zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS ein. Ausnahme Wien: hier sind die Anträge im Sercive für AusländerInnenbeschäftigung Wien, Ungargasse 37; 1030 Wien einzubringen. 

Für den Antrag sind gesetzlich vorgeschriebene Formulare zu verwenden .

Anfallende Gebühren: Antragsgebühr: € 14,30, pro Beilage: € 3,90; bei Erteilung der Beschäftigungsbewilligung  ist eine Verwaltungsabgabe von  € 6,50 zu entrichten.