Home-Office-Jobs: wichtige Infos für das Arbeiten von zu Hause aus

Immer mehr Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitenden, ganz oder teilweise von zu Hause oder einem anderen frei gewählten Ort aus zu arbeiten. Für viele Menschen bedeutet das mehr Flexibilität, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und neue berufliche Chancen – auch über regionale Grenzen hinweg.

Das Wichtigste im Überblick

  • Vereinbarungspflicht: Home-Office ist nur möglich, wenn Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in ausdrücklich zustimmen. Es gibt keinen automatischen Anspruch.
  • Flexibilität & Selbstorganisation: Erfolgreiches Home-Office erfordert eigenständige Planung, klare Kommunikation und strukturierte Arbeitsabläufe.
  • Telearbeitspauschale: Arbeitnehmer_innen können bis zu 300 Euro jährlich steuerlich geltend machen, plus zusätzliche Absetzmöglichkeiten für ergonomisches Mobiliar.

Was genau ist ein Home-Office-Job?

Ein Home-Office-Job bezeichnet jede berufliche Tätigkeit, die regelmäßig außerhalb der Betriebsstätte erbracht wird. Der korrekte rechtliche Begriff lautet seit 2025 „Telearbeit“ statt „Home-Office“. Damit wird verdeutlicht, dass die Arbeit nicht nur zu Hause, sondern ortsunabhängig, wie zum Beispiel von einem Café oder einem Coworking-Space aus ausgeübt wird.

Beispiele für Jobs im Home-Office: 

Lisa-Marie (32) ist Kund_innen-Betreuerin in einem Callcenter und arbeitet von zu Hause aus. Ihre Hauptaufgabe ist, Anfragen per E-Mail und Telefon zu beantworten. Sie ist über ein VPN mit dem Firmennetzwerk verbunden und arbeitet nach einem fixen Dienstplan – ein typisches Beispiel für moderne Callcenter-Jobs im Home-Office.

Markus (41) arbeitet als Buchhalter in einem mittelständischen Unternehmen. Zu seinen Hauptaufgaben zählen das Verbuchen von Eingangs- und Ausgangsrechnungen, die Vorbereitung von Monatsabschlüssen sowie die Abstimmung von Konten. Über eine gesicherte Verbindung greift er auf das interne Buchhaltungssystem zu und kann so all seine Tätigkeiten auch unterwegs oder von zu Hause aus erledigen. 

Welche Gesetze gelten für Home-Office-Jobs in Österreich?

Das Telearbeitsgesetz in Österreich legt seit 2025 die rechtlichen Rahmenbedingungen für ortsungebundenes Arbeiten fest – also für Tätigkeiten, die regelmäßig außerhalb der Betriebsstätte und mithilfe digitaler Technologien erbracht werden. Es definiert klar, wann Telearbeit vorliegt und welche Rechte und Pflichten für Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in gelten.

Besonders wichtig ist die Vereinbarungspflicht, denn Telearbeit ist nur zulässig, wenn beide Seiten ausdrücklich zustimmen. Das Gesetz regelt außerdem die Bereitstellung von Arbeitsmitteln, den Kostenersatz, die IT-Sicherheit und den Datenschutz.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Unfallversicherungsschutz. Hier legt das Gesetz fest, wann ein Unfall im Rahmen der Telearbeit als Arbeitsunfall gilt. Zusätzlich bildet das Gesetz die Grundlage für steuerliche Entlastungen wie das Telearbeitspauschale.

Zusätzlich gelten im Home-Office oder Coworking-Space dieselben arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie für Arbeit im Büro. Dazu gehören beispielsweise das Arbeitszeitgesetz (AZG), das Arbeitsruhegesetz (ARG) und das Datenschutzgesetz (DSG). 

Bei einer Home-Office-Vereinbarung gilt außerdem auch der jeweilige Kollektivvertrag sowie eventuell bestehende Betriebsvereinbarungen.

Wie hoch ist das Home-Office-Pauschale 2026 und was deckt es ab?

Das frühere Home-Office-Pauschale heißt seit 2025 Telearbeitspauschale. Die Beträge bleiben unverändert und gelten auch für 2026:

  • 3 Euro pro Telearbeitstag
  • maximal 100 Tage pro Jahr
  • maximal 300 Euro jährlich als steuerliche Entlastung 

Zusätzlich können Arbeitnehmer_innen bis zu 300 Euro pro Jahr für ergonomisches Mobiliar (z. B. Schreibtisch, Bürostuhl, Beleuchtung) steuerlich absetzen. Vorausgesetzt, sie leisten mindestens 26 Telearbeitstage pro Jahr.

Das Telearbeitspauschale ist eine staatliche Förderung fürs Home-Office. Es bietet steuerliche Vorteile und federt Kosten für Arbeitsmittel ab. Es soll Arbeitnehmer_innen unterstützen, die regelmäßig von zu Hause oder anderen Orten aus arbeiten.

Welche Voraussetzungen gelten für Home-Office-Jobs?

Die wichtigste Voraussetzung für einen Home-Office-Job ist die Vereinbarung zwischen Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in. Einseitig kann die Entscheidung, eine Arbeit im Home-Office auszuüben, nicht erfolgen. 

Damit ein Home-Office-Job funktioniert, müssen auch organisatorische und technische Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen ein geeigneter und ergonomischer Arbeitsplatz sowie passende Beleuchtung. Der Arbeitsplatz muss so gestaltet sein, dass konzentriertes und sicheres Arbeiten möglich ist. 

Die erforderliche technische Ausrüstung wie PC, Laptop, Handy oder Internetverbindung muss vom_von der Arbeitgeber_in bereitgestellt oder finanziell abgegolten werden. Das gilt aber nur, wenn dem_der Arbeitnehmer_in durch das Home-Office zusätzliche Kosten entstehen. Wer beispielsweise zu Hause ohnehin eine Flatrate-Internetverbindung hat, kann für die Internetverbindung im Home-Office keine zusätzlichen Kosten geltend machen. Wichtig ist, dass Datenschutz und IT-Sicherheit im Home-Office genauso erfüllt werden müssen wie im Büro. Das betrifft sichere Passwörter, verschlüsselte Verbindungen, keine Nutzung privater Geräte ohne Freigabe sowie den Schutz vor Zugriff durch Dritte. 

Zusätzlich sollten Sie auch einige persönliche Skills mitbringen, um im Home-Office erfolgreich zu sein. Besonders wichtig ist eine hohe Fähigkeit zur Selbstorganisation, damit Sie Ihren Arbeitstag selber gut strukturieren können.

Tipp:

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Vor- und Nachteile von Home-Office

Zu Hause in den eigenen vier Wänden zu arbeiten, hat viele Vorteile, bringt jedoch auch Nachteile mit sich:

Vorteile:

  • mehr Flexibilität im Alltag
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Wegfall von Pendelzeiten
  • höhere Konzentration bei bestimmten Tätigkeiten
  • breitere Jobmöglichkeiten, auch über Bundesländergrenzen hinweg
  • Kostenersparnis (Fahrtkosten, Verpflegung)

Nachteile:

  • Gefahr der fehlenden Abgrenzung von Arbeit und Freizeit
  • weniger soziale Kontakte im Team
  • mögliche Ablenkungen zu Hause
  • höherer Bedarf an Selbstorganisation
  • technische Probleme können den Arbeitsfluss stören
  • nicht alle Tätigkeiten eignen sich für Telearbeit

So finden Sie den passenden Home-Office-Job in Österreich

Stellenausschreibungen für Home-Office-Jobs gibt es in Österreich viele. Wer gezielt nach Home-Office-Jobs in Wien sucht, findet ein besonders breites Angebot an passenden Stellenausschreibungen. In der Hauptstadt bieten zahlreiche Unternehmen die Möglichkeit, einen Teil oder sogar die gesamte Arbeit von zuhause aus zu erledigen. Besonders gefragt sind Positionen in Bereichen wie IT, Buchhaltung, Vertrieb oder Kundenservice.

Um den passenden Job im Home-Office zu finden, haben Sie viele Möglichkeiten: 

  1. Online-Jobbörsen: Bei den meisten Online-Stellenausschreibungen wird angegeben, ob Home-Office möglich ist. Nutzen Sie kostenlose Jobbörsen wie alle jobs und den AMS e-Job-Room, um Ihren Home-Office-Job schnell und einfach zu finden. 
  2. Unternehmensseiten: Viele Firmen haben eigene Karriereseiten, auf denen Sie offene Stellen und Home-Office-Jobs finden können.
  3. Soziale Medien: Auf sozialen Medien wie LinkedIn oder Xing veröffentlichen Unternehmen häufig auch ihre Home-Office-Jobs.

Home-Office-Jobs für Quereinsteiger_innen

Viele Home-Office-Tätigkeiten eignen sich hervorragend für Quereinsteiger_innen, da sie oft keine formale Ausbildung, sondern vor allem digitale Grundkenntnisse und Kommunikationsfähigkeit erfordern. Beispiele:

  • Kund_innenservice (Telefon, Chat, E-Mail)
  • Datenerfassung und administrative Tätigkeiten
  • Social-Media-Betreuung
  • Online-Recherchen
  • Terminvereinbarung und Assistenz
  • Verkauf und Beratung per Telefon oder Video

Weiterführende Informationen

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Häufig gestellte Fragen

Welche Berufe eignen sich fürs Home-Office?

Für Home-Office eignen sich vor allem Tätigkeiten, die digital erledigt werden können. Dazu zählen Kund_innenservice, IT-Berufe, Marketing, Buchhaltung, Grafikdesign, Textarbeit oder Projektmanagement. Auch viele administrative Tätigkeiten lassen sich problemlos remote ausführen, sofern technische Ausstattung und klare Arbeitsabläufe vorhanden sind.

Wie viel Home-Office ist bei einem Job erlaubt?

Wie viel Home-Office möglich ist, hängt von der Vereinbarung zwischen Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in ab. Es gibt keine gesetzliche Mindest- oder Höchstgrenze. Manche Unternehmen erlauben vollständige Telearbeit, andere nur einzelne Tage pro Woche bzw. Monat. Entscheidend ist, dass Arbeitszeit, Erreichbarkeit und Aufgaben klar geregelt sind.

Was bedeutet die 60/40-Regel im Home-Office?

Die 60/40-Regel beschreibt ein häufig genutztes Modell, bei dem Mitarbeitende rund 60 % ihrer Arbeitszeit im Büro und 40 % im Home-Office verbringen. Das ist keine gesetzliche Vorgabe, sondern eine betriebliche Richtlinie, die Teamarbeit, persönliche Abstimmung und Flexibilität miteinander verbinden soll.

Kann mir mein_e Chef_in das Home-Office verbieten?

Ja, Arbeitgeber_innen können Home-Office untersagen, weil Arbeitnehmer_innen keinen gesetzlichen Anspruch darauf haben. Telearbeit ist nur möglich, wenn beide Seiten zustimmen. Ohne Vereinbarung dürfen Arbeitgeber_innen verlangen, dass die Arbeit im Betrieb erledigt werden muss.

Was müssen Arbeitgeber_innen im Home-Office bezahlen?

Arbeitgeber_innen müssen notwendige digitale Arbeitsmittel wie Laptop, Software oder VPN-Zugang bereitstellen oder die Kosten ersetzen. Laufende private Kosten wie Miete oder Strom müssen Arbeitgeber_innen nicht übernehmen, außer es wurde ausdrücklich vereinbart. Es gibt jedoch das Telearbeitspauschale für Arbeitnehmer_innen.

Was lohnt sich steuerlich mehr, Home-Office oder Fahrtkosten?

Ob Home-Office oder Fahrtkosten steuerlich günstiger sind, hängt davon ab, wie viele Tage Sie arbeiten und wie weit Ihr Wohnort von der Betriebsstätte entfernt ist. Wer viele Tage im Home-Office arbeitet, kann vom Telearbeitspauschale und von möglichen Absetzungen für ergonomisches Mobiliar profitieren. Bei häufigen Fahrten ins Büro kann hingegen auch das Pendlerpauschale finanziell vorteilhafter sein.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 22. Mai 2026