Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Achtung! Die FAQs sind nicht auf die aktuelle Situation mit dem Coronavirus angepasst. Beachten Sie, dass außer in Ausnahmefällen bis auf weiteres keine persönlichen Termine beim AMS stattfinden.

Fragen zum Altersteilzeitgeld

Der besondere Vorteil für DienstgeberInnen besteht darin, dass auch weiterhin das Wissen und die Erfahrung des/der älteren ArbeitnehmerIn zur Verfügung stehen, ohne die ArbeitnehmerInnen durch die Normalarbeitszeit zu überfordern. eine Person in Altersteilzeit ist zusätzlich sicher besonders motiviert, wenn er bzw. sie für die reduzierte Arbeitszeit einen überproportionalen Lohnausgleich erhält.

Das Altersteilzeitgeld ersetzt dem Dienstgeber bei Blockzeitvereinbarungen 50 % bzw. bei gleichbleibenden Reduzierungen der Arbeitszeit 90 % der durch den Lohnausgleich bis zur Höchstbeitragsgrundlage anfallenden Bruttolohnkosten und der abzuführenden Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung inklusive IESG-Zuschlag).

Sonderzahlungen werden monatlich automatisch mit 1/6 des laufenden Entgelts berücksichtigt - sie sind daher dem AMS auch nicht zu melden. 

Bei DienstnehmerInnen die dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz unterliegen, ersetzt das Arbeitsmarktservice dem Dienstgeber auch den entsprechenden Prozentsatz der für den Lohnausgleich zu leistenden Beiträge an die Bauarbeiter-Urlaubskasse für das Urlaubsentgelt und den Urlaubszuschuss. Darüber hinaus erhält der Dienstgeber den entsprechenden Prozentsatz der zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge, die nach wie vor in der gleichen Höhe wie vor dem Übertritt in die Altersteilzeitarbeit zu entrichten sind. Leistet der Dienstgeber für die dadurch zusätzlich anfallenden Dienstnehmerbeiträge auch Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF), werden diese FLAF-Beiträge ebenso prozentuell ersetzt. Die FLAF-Beiträge für den Lohnausgleich werden jedoch nicht ersetzt.

Das Altersteilzeitgeld unterliegt nicht der Umsatzsteuer.

Der Vorteil für die betroffenen DienstnehmerInnen liegt darin, dass sie bei einer 40 bis 60 Prozent reduzierten Arbeitszeit zusätzlich zur Entlohnung für die tatsächlich geleistete Arbeit bis zur Höchstbeitragsgrundlage einen Lohnausgleich in der Höhe von mindestens 50 % des Differenzbetrages zwischen dem vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit gebührenden Entgelt und dem der verringerten Arbeitszeit entsprechenden Entgelt erhalten. Gleichzeitig sind für sie Beiträge zur Sozialversicherung in gleicher Höhe wie vor Übertritt in die Altersteilzeitarbeit abzuführen.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für das Altersteilzeitgeld erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber"

Die Vereinbarung muss jedenfalls folgende Punkte enthalten:

  • Angaben über die Normalarbeitszeit vor der Reduzierung und das Ausmaß der Reduzierung
  • Angaben zur Entlohnung / zum Lohnausgleich
  • Berechnungsbasis für die Abfertigung muss die Arbeitszeit vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit sein
  • Verpflichtung die SV-Beiträge entsprechend dem Entgelt vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit weiterzuzahlen

Bei den regionalen Geschäftstellen sowie im Internet gibt es zur Beantragung von Altersteilzeitgeld ein Antragsformular, das auch eine detaillierte Ausfüllhilfe (ab Seite 5) enthält.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für das Altersteilzeitgeld erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber".

Lesen Sie bitte unbedingt die im Antragsformular ab Seite 5 enthaltene Ausfüllhilfe. Das Antragsformular erhalten Sie auch bei Ihrer AMS Geschäftsstelle.

Die reduzierte Arbeitszeit kann prinzipiell über die vereinbarte Dauer der Altersteilzeit beliebig verteilt werden (Blockzeitmodell oder gleichmäßige Verteilung).

Um eine gleichbleibende Arbeitszeitvereinbarung handelt es sich, wenn

  • entweder die Schwankungen der Arbeitszeit innerhalb eines Jahres ausgeglichen werden, wobei der Jahreszeitraum immer vom Beginn der Laufzeit der Altersteilzeitvereinbarung gerechnet wird. Beispiel: Altersteilzeitbeginn 1.6.2019 -  Jahreszeiträume, in denen die Arbeitszeit jeweils ausgeglichen werden muss: von 1.6.2019 bis 31.5.2020, von 1.6.2020 bis 31.5.2021 usw.
  • oder die Abweichungen zwischen der im Altersteilzeitmodell vereinbarten, reduzierten Arbeitszeit und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit nicht mehr als 20% der vor der Altersteilzeit geleisteten Arbeitszeit beträgt und diese Abweichungen im gesamten Vereinbarungszeitraum ausgeglichen werden (Beispiel: Vor der Altersteilzeit geleistete Arbeitszeit: 38 Stunden. Vereinbarte reduzierte Arbeitszeit: 19 Stunden. Zulässige Bandbreite der Arbeitszeit: 11,4 bis 26,6 Stunden.)

Eine Blockzeitvereinbarung liegt vor, wenn die Arbeitszeitschwankungen nicht den Kriterien einer gleichbleibenden Arbeitszeitvereinbarung entsprechen.

ACHTUNG: Ob ein Blockzeitmodell oder eine gleichbleibende Reduzierung der Arbeitszeit gewählt wird, hat Auswirkungen auf die Höhe des Ersatzes der Aufwände durch das AMS.

Es ist jedoch nicht zulässig, Mehrarbeit zu leisten, die zu einem Verdienst führt, der über der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze liegt, in diesem Fall würde das Altersteilzeitgeld eingestellt.

Mit einer Altersteilzeitgeldvereinbarung ist kein besonderer Kündigungsschutz verbunden.

Die Zahlungen an den/die DienstnehmerIn während der Altersteilzeitarbeit erfolgt unabhängig von der Arbeitszeitverteilung bzw. von einer Blockzeitvereinbarung; es wird monatlich gleichbleibend jener Lohnausgleich ausbezahlt, der sich an der grundsätzlichen Vereinbarung über die Arbeitszeitreduktion orientiert.

Die Höhe der Refundierung der finanziellen Aufwendungen (= Altersteilzeitgeld) an die/den DienstgeberIn ist jedoch abhängig davon, ob ein Blockzeitmodell oder eine gleichbleibende Arbeitszeitreduzierung gewählt wurde. Bei Blockzeitvereinbarungen werden 50% und bei gleichbleibenden Reduzierungen der Arbeitszeit 90% der zusätzlichen Aufwände ersetzt.

ACHTUNG: Bei Inanspruchnahme der Blockzeitvariante muss spätestens bei Beginn der (maximal 2,5 Jahre dauernden) Freizeitphase eine zuvor arbeitslose Ersatzarbeitskraft eingestellt oder ein Lehrling in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden. Geschieht dies nicht, ist das bis zu diesem Zeitpunkt ausbezahlte Altersteilzeitgeld an das AMS zurückzubezahlen. In Zusammenhang mit dieser Maßnahme darf kein Dienstverhältnis gelöst werden.

AntragstellerIn und Bezugsberechtigte dieser Leistung sind DienstgeberInnen, die mit ihren DienstnehmerInnen eine Vereinbarung über Altersteilzeitarbeit abschließen.

Es sind sowohl die Vereinbarung von gleichbleibende Arbeitszeitreduzierungen als auch von Blockzeitmodellen möglich.

Um eine gleichbleibende Arbeitszeitvereinbarung handelt es sich, wenn

  • entweder die Schwankungen der Arbeitszeit innerhalb eines Jahres ausgeglichen werden, wobei der Jahreszeitraum immer vom Beginn der Laufzeit der Alterszeitvereinbarung gerechnet wird,
    Altersteilzeitbeginn 1.6.2019 -  Jahreszeiträume, in denen die Arbeitszeit jeweils ausgeglichen werden muss: von 1.6.2019 bis 31.5.2020, von 1.6.2020 bis 31.5.2021 usw.
  • oder die Abweichungen zwischen der im Altersteilzeitmodell vereinbarten, reduzierten Arbeitszeit und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit nicht mehr als 20% der vor der Altersteilzeit geleisteten Arbeitszeit beträgt und diese Abweichungen im gesamten Vereinbarungszeitraum ausgeglichen werden.

Beispiel:  
vor der Altersteilzeit individuell geleistete Arbeitszeit  38 Stunden
vereinbarte reduzierte Arbeitszeit 19 Stunden
zulässige Bandbreite der Arbeitszeit 11,4 bis 26,6 Stunden

Eine Blockzeitvereinbarung liegt vor, wenn die Arbeitschwankungen nicht den Kriterien einer gleichbleibenden Arbeitszeitvereinbarung entsprechen.

Das Altersteilzeitgeld ersetzt bei Blockzeitvereinbarungen 50% und bei gleichbleibenden Reduzierungen der Arbeitszeit 90% der durch den Lohnausgleich bis zur Höchstbeitragsgrundlage anfallenden Bruttolohnkosten und der hierfür abzuführenden Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung inklusive IESG-Zuschlag). Darüber hinaus erhält die/der DienstgeberIn den entsprechenden Prozentsatz der zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge, die nach wie vor in der gleichen Höhe wie vor dem Übertritt in die Altersteilzeitarbeit zu entrichten sind.

Bitte beachten Sie: Bei Inanspruchnahme der Blockzeitvariante muss spätestens bei Beginn der (maximal 2,5 Jahre dauernden) Freizeitphase eine zuvor arbeitslose Ersatzarbeitskraft eingestellt oder ein Lehrling in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden. Geschieht dies nicht, ist das bis zu diesem Zeitpunkt ausbezahlte Altersteilzeitgeld an das AMS zurückzubezahlen. In Zusammenhang mit dieser Maßnahme darf kein Dienstverhältnis gelöst werden.

Die Altersteilzeitarbeit kann mit älteren ArbeitnehmerInnen für längstens 5 Jahre vereinbart werden, die bereits 3 Monate im Unternehmen beschäftigt sind und in den letzten 25 Jahren 780 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren. Die Frist von 25 Jahren kann – falls erforderlich – durch Kindererziehungszeiten bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres eines Kindes verlängert werden.

Die Beantragung erfolgt bei jener Regionalen Geschäftsstelle, in deren Bereich sich der Sitz des Betriebes befindet.

Mehr Infos zum Altersteilzeitgeld

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für das Altersteilzeitgeld erfüllen, nutzen Sie auch unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber".

Wenn Ihre bisherige Arbeitszeit die gesetzliche (40 Stunden) oder kollektivvertragliche (individuell geregelte) Normalarbeitszeit im letzten Kalenderjahr um nicht mehr als 40 % unterschritten hat, dann besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit für den Bezug von Altersteilzeitgeld weiter zu reduzieren. Bei dieser Prüfung sind alle Dienstverhältnisse (auch zu anderen Dienstgebern) zu berücksichtigen, die im letzten Kalenderjahr bestanden haben.

Bitte beachten Sie: Eine Arbeitszeitreduzierung unter 60% der Normalarbeitszeit, die im Rahmen einer COVID-19 Kurzarbeit erfolgte, zählt  NICHT als Teilzeitbeschäftigung und hat daher auch keine negativen Auswirkungen. Wurde die Arbeitszeit im Zeitraum 15.3.2020 bis 30.9.2020 aufgrund von COVID-19 Maßnahmen unter 60% der Normalarbeitszeit verringert, schadet dies ebenfalls nicht, auch wenn die Reduzierung nicht im Rahmen einer COVID-19 Kurzarbeit erfolgte.

Je nach Vereinbarung mit dem/der DienstgeberIn.

Der/die DienstgeberIn muss jedoch mindestens 50% des Differenzbetrages zwischen dem durchschnittlichen Entgelt im letzten Kalenderjahr und jenem das nach der Herabsetzung der Dienstzeit gebührt, bezahlen.

Dazu ein Beispiel bei dem die Arbeitszeit um 50% reduziert wurde:

Vorher:     EUR 2.800.--
Nachher:  EUR 1.400.--

EUR 1.400.-- davon 50 % = EUR 700,-- (= Lohnausgleich)

Der/die DienstgeberIn muss daher mindestens EUR 2.100.-- zahlen.
In diesem Beispiel sind das rund 75 %.

Die Beiträge zur Sozialversicherung müssen in gleicher Höhe wie vor Übertritt in die Altersteilzeitarbeit bezahlt werden.

Die Berechnungsgrundlage für den Lohnausgleich orientiert sich an dem Durchschnittseinkommen der letzten 12 Kalendermonate. Dabei werden Überstunden miteinbezogen. Hat das Dienstverhältnis bei Übertritt in die Altersteilzeitarbeit noch keine 12 Monate angedauert, besteht die Bemessungsgrundlage aus dem Durchschnitt der Bruttoentlohnung während dieses kürzeren - jedoch mindestens 3 Monate langen - Zeitraumes.

Naturalleistungen sind, soweit sie sozialversicherungspflichtig sind, Lohnbestandteil und somit als Entgelt zu berücksichtigen.

Bei einer anderen Firma ist ein weiteres Dienstverhältnis - unabhängig von der Höhe des Entgelts - neben einem Beschäftigungsverhältnis im Altersteilzeitmodell möglich.

  1. Kollektivvertragliche Lohnerhöhungen unabhängig von deren Höhe: Kollektivvertragliche Lohnanpassungen werden durch eine Erhöhung des Auszahlungsbetrages um den Tariflohnindex abgegolten. Die Erhöhung mit Tariflohnindex erfolgt im Mai des betreffenden Jahres und ist für die nächsten 12 Monate gültig. Daher sind Lohnerhöhungen auf der Grundlage von kollektivvertraglichen Anpassungen (unabhängig von ihrer Höhe) nicht mehr bekannt zu geben. Eine Ausnahme stellen Fälle dar, in denen der Lohnausgleich durch den Wert der Höchstbeitragsgrundlage eingekürzt wird. Hier sind auch kollektivvertragliche Anpassungen nach wie vor zu melden.
  2. Alle übrigen Entgeltänderungen, die keine kollektivvertraglichen Anpassungen darstellen (z.B. Biennalsprünge): Hier ist zu unterscheiden, ob die Entgeltänderung den Wert von EUR 20,- überschreitet oder nicht.

 Entgeltänderung unter EUR 20,-:

Diese können nicht berücksichtigt werden und sind daher auch nicht zu melden. (Ausnahme: Bei Fällen, in denen der Lohnausgleich durch den Wert der Höchstbeitragsgrundlage eingekürzt wird, sind auch diese Entgeltänderungen nach wie vor zu melden)

 Entgeltänderung über EUR 20,-:

Diese sind mittels Änderungsmeldung dem AMS anzuzeigen und werden bei der Berechnung des Altersteilzeitgeldes berücksichtigt.

HINWEIS:

Für die Zahlungen an die DienstnehmerInnen sind diese speziellen Berechnungsregelungen für das Altersteilzeitgeld ohne Auswirkungen - hier ist nach wie vor die tatsächliche kollektivvertragliche Lohnerhöhung sowie die jeweilige andere Entgeltänderung in voller Höhe zu beachten.

Fragen zur Teilpension

Der besondere Vorteil für DienstgeberInnen besteht darin, dass auch weiterhin das Wissen und die Erfahrung der älteren Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, ohne die Arbeitnehmer durch die Normalarbeitszeit zu überfordern. Eine Person in Teilpension ist zusätzlich sicher besonders motiviert, wenn er für die reduzierte Arbeitszeit einen überproportionalen Lohnausgleich erhält.

Die Teilpension ersetzt dem Dienstgeber zur Gänze die durch den Lohnausgleich bis zur Höchstbeitragsgrundlage anfallenden Bruttolohnkosten und die abzuführenden Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung inklusive IESG-Zuschlag).

Sonderzahlungen werden monatlich automatisch mit 1/6 des laufenden Entgelts berücksichtigt - sie sind daher dem AMS auch nicht zu melden.

Bei Dienstnehmer die dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz unterliegen, ersetzt das Arbeitsmarktservice dem Dienstgeber auch die für den Lohnausgleich zu leistenden Beiträge an die Bauarbeiter-Urlaubskasse für das Urlaubsentgelt und den Urlaubszuschuss. Darüber hinaus erhält der Dienstgeber die zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge, die nach wie vor in der gleichen Höhe wie vor dem Übertritt in die Teilpension zu entrichten sind.

Die Teilpension unterliegt nicht der Umsatzsteuer.

Der Vorteil für die betroffenen Dienstnehmer liegt darin, dass sie bei einer 40 bis 60 Prozent reduzierten Arbeitszeit zusätzlich zur Entlohnung für die tatsächlich geleistete Arbeit bis zur Höchstbeitragsgrundlage einen Lohnausgleich in der Höhe von mindestens 50 % des Differenzbetrages zwischen dem vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit gebührenden Entgelt und dem der verringerten Arbeitszeit entsprechenden Entgelt erhalten. Gleichzeitig sind für sie Beiträge zur Sozialversicherung in gleicher Höhe wie vor der Arbeitszeitreduzierung abzuführen.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für die Teilpension erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber".

Die Vereinbarung muss jedenfalls folgende Punkte enthalten:

  • Angaben über die Normalarbeitszeit vor der Reduzierung und das Ausmaß der Reduzierung 
  • Angaben zur Entlohnung / zum Lohnausgleich 
  • Berechnungsbasis für die Abfertigung muss die Arbeitszeit vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit sein 
  • Verpflichtung die SV-Beiträge entsprechend dem Entgelt vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit weiterzuzahlen

Bei den regionalen Geschäftsstellen sowie im Internet gibt es zur Beantragung von Teilpension ein Antragsformular, das auch eine detaillierte Ausfüllhilfe (ab Seite 5) enthält.

Für den Wechsel von einer kontinuierlichen Altersteilzeit in eine Teilpension verwenden Sie bitte das Formular Änderungsmeldung - Wechsel von Altersteilzeitgeld in Teilpension.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für die Teilpension erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber".

Lesen Sie bitte unbedingt die im Antragsformular ab Seite 5 enthaltene Ausfüllhilfe. Das Antragsformular sowie das Formular Änderungsmeldung-Wechsel von Altersteilzeitgeld in Teilpension erhalten Sie auch bei Ihrem AMS.

Die reduzierte Arbeitszeit müssen im Rahmen eines gleichbleibenden Arbeitsmodells erbracht werden. Eine Ausübung der Arbeitszeit in Form eines Blockzeitmodells ist bei der Teilpension nicht möglich.

Um eine gleichbleibendes Arbeitszeitmodell handelt es sich, wenn

  • entweder die Schwankungen der Arbeitszeit innerhalb eines Jahres ausgeglichen werden, wobei der Jahreszeitraum vom Beginn der Laufzeit der Teilpensionsvereinbarung gerechnet wird. Beispiel: Teilpensionsbeginn 1.6.2019 -  Jahreszeiträume, in denen die Arbeitszeit jeweils ausgeglichen werden muss: von 1.6.2019 bis 31.5.2020, von 1.6.2020 bis 31.5.2021 usw.

    HINWEIS:
    Wird eine kontinuierliche Altersteilzeit unverändert als Teilpension weitergeführt, ist auch zulässig, dass sich die Jahreszeiträume, in denen die Arbeitszeit jeweils auszugleichen ist, weiterhin nach dem Beginn der ursprünglichen Altersteilzeit richten.
  • oder die Abweichungen zwischen der im Teilpensionsmodell vereinbarten, reduzierten Arbeitszeit und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit nicht mehr als 20% der vor der Teilpension geleisteten Arbeitszeit beträgt und diese Abweichungen im gesamten Vereinbarungszeitraum ausgeglichen werden (Beispiel: Vor der Teilpension geleistete Arbeitszeit: 38 Stunden. Vereinbarte reduzierte Arbeitszeit: 19 Stunden. Zulässige Bandbreite der Arbeitszeit: 11,4 bis 26,6 Stunden.)

Eine bei der Teilpension nicht zulässige Blockzeitvereinbarung liegt vor, wenn die Arbeitszeitschwankungen nicht den Kriterien einer gleichbleibenden Arbeitszeitvereinbarung entsprechen.
Es ist zudem nicht zulässig, Mehrarbeit zu leisten, die zu einem Verdienst führt, der über der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze liegt, in diesem Fall würde die Teilpension eingestellt.

Mit einer Teilpensionsvereinbarung ist kein besonderer Kündigungsschutz verbunden.

Wie beim Altersteilzeitgeld sind AntragstellerIn und Bezugsberechtigte dieser Leistung DienstgeberInnen. Das gilt für männliche Dienstnehmer, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Korridorpension, und mit denen eine Vereinbarung über Teilzeitarbeit im Rahmen einer Teilpension abgeschlossen wird.

Die Teilpension kann sowohl im Anschluss an eine noch nicht 5 Jahre andauernde kontinuierliche Altersteilzeit als auch für sich alleine (ohne vorherige Altersteilzeit) in Anspruch genommen werden.
In der Teilpensionsvereinbarung muss u.a. die Reduzierung der Arbeitszeit im Ausmaß zwischen 40% und 60% im Rahmen eines gleichbleibenden Arbeitszeitmodells vereinbart oder eine bestehende kontinuierliche Altersteilzeitvereinbarung als Teilpension weiterführt werden.

Detaillierte Information zu den weiteren Anspruchsvoraussetzungen und der Höhe der Teilpension finden Sie auf der Seite Teilpension.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen für die Teilpension erfüllen, nutzen Sie auch unseren hierfür erstellen "Online-Ratgeber".

Wenn Ihre bisherige Arbeitszeit die gesetzliche (40 Stunden) oder kollektivvertragliche (individuell geregelte) Normalarbeitszeit im letzten Kalenderjahr um nicht mehr als 40 % unterschritten hat, dann besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit für den Bezug von Teilpension weiter zu reduzieren. Bei dieser Prüfung sind alle Dienstverhältnisse (auch zu anderen Dienstgebern) zu berücksichtigen, die im letzten Kalenderjahr bestanden haben.

Bei Wechsel von einer Altersteilzeit in die Teilpension darf im letzten Jahr vor Beginn der davorliegenden Altersteilzeit die Normalarbeitszeit nicht um mehr als 40% unterschritten worden sein. Auch hier ist nicht nur die Beschäftigung in Ihrem Unternehmen ausschlaggebend, sondern es werden alle Dienstverhältnisse im letzten Jahr vor der Altersteilzeit in die Prüfung mit einbezogen.

Bitte beachten Sie: Eine Arbeitszeitreduzierung unter 60% der Normalarbeitszeit, die im Rahmen einer COVID-19 Kurzarbeit erfolgte, zählt NICHT als Teilzeitbeschäftigung und hat daher auch keine negativen Auswirkungen. Wurde die Arbeitszeit im Zeitraum 15.3.2020 bis 30.9.2020 aufgrund von COVID-19 Maßnahmen unter 60% der Normalarbeitszeit verringert, schadet dies ebenfalls nicht, auch wenn die Reduzierung nicht im Rahmen einer COVID-19 Kurzarbeit erfolgte.

Je nach Vereinbarung mit dem/der DienstgeberIn.

Der/die DienstgeberIn muss jedoch mindestens 50% des Differenzbetrages zwischen dem durchschnittlichen Entgelt im letzten Kalenderjahr der Herabsetzung der Dienstzeit und jenem das nach der Herabsetzung der Dienstzeit gebührt, bezahlen.

Dazu ein Beispiel bei dem die Arbeitszeit um 50% reduziert wurde:

Vorher:     EUR 2.800.--
Nachher:  EUR 1.400.--

EUR 1.400.-- davon 50 % = EUR 700,-- (= Lohnausgleich)

Der/die DienstgeberIn muss daher mindestens EUR 2.100.-- zahlen.
In diesem Beispiel sind das rund 75 %.

Die Beiträge zur Sozialversicherung müssen in gleicher Höhe wie vor Übertritt in die Teilpension bezahlt werden.

HINWEIS:
Wird eine bestehende kontinuierliche Altersteilzeit unverändert als Teilpension weitergeführt, erfolgt durch den Wechsel von einer Altersteilzeit in die Teilpension keine Änderungen der Entlohnung.

Die Berechnungsgrundlage für den Lohnausgleich orientiert sich an dem Durchschnittseinkommen der letzten 12 Kalendermonate vor Beginn der Teilpension. Dabei werden Überstunden miteinbezogen.

Hat das Dienstverhältnis bei Übertritt in die Teilpension noch keine 12 Monate angedauert, besteht die Bemessungsgrundlage aus dem Durchschnitt der Bruttoentlohnung während dieses kürzeren - jedoch mindestens 3 Monate langen - Zeitraumes.

HINWEIS:
Wird eine bestehende kontinuierliche Altersteilzeit unveränderten als Teilpension weitergeführt, erfolgt durch den Wechsel von einer Altersteilzeit in die Teilpension keine Neuberechnung des Lohnausgleiches und der zusätzlich zu leistenden Sozialversicherungsbeiträge.

Naturalleistungen sind, soweit sie sozialversicherungspflichtig sind, Lohnbestandteil und somit als Entgelt zu berücksichtigen.

Bei einer anderen Firma ist ein weiteres Dienstverhältnis - unabhängig von der Höhe des Entgelts - neben dem Beschäftigungsverhältnis in Teilpension möglich.

1. Kollektivvertragliche Lohnerhöhungen unabhängig von deren Höhe: Kollektivvertragliche Lohnanpassungen werden durch eine Erhöhung des Auszahlungsbetrages um den Tariflohnindex abgegolten. Die Erhöhung mit Tariflohnindex erfolgt im Mai des betreffenden Jahres und ist für die nächsten 12 Monate gültig. Daher sind Lohnerhöhungen auf der Grundlage von kollektivvertraglichen Anpassungen (unabhängig von ihrer Höhe) nicht mehr bekannt zu geben. Eine Ausnahme stellen Fälle dar, in denen der Lohnausgleich durch den Wert der Höchstbeitragsgrundlage eingekürzt wird. Hier sind auch kollektivvertragliche Anpassungen nach wie vor zu melden.

2. Alle übrigen Entgeltänderungen, die keine kollektivvertraglichen Anpassungen darstellen (z.B. Biennalsprünge): Hier ist zu unterscheiden, ob die Entgeltänderung den Wert von EUR 20,- überschreitet oder nicht.

Entgeltänderung unter EUR 20,-: 
Diese können nicht berücksichtigt werden und sind daher auch nicht zu melden. (Ausnahme: Bei Fällen, in denen der Lohnausgleich durch den Wert der Höchstbeitragsgrundlage eingekürzt wird, sind auch diese Entgeltänderungen nach wie vor zu melden)

Entgeltänderung über EUR 20,-:
Diese sind mittels Änderungsmeldung dem AMS anzuzeigen und werden bei der Berechnung der Teilpension berücksichtigt.

HINWEIS:
Für die Zahlungen an die Dienstnehmer sind diese speziellen Berechnungsregelungen für die Teilpension ohne Auswirkungen - hier ist nach wie vor die tatsächliche kollektivvertragliche Lohnerhöhung sowie die jeweilige andere Entgeltänderung in voller Höhe zu beachten.

Fragen zu EWR/EU und die Schweiz und Arbeitslosenversicherung

Wenn Sie einen Leistungsexport eines österreichischen Arbeitslosengeldes während der Arbeitsuche im EWR/EU-Raum oder der Schweiz konsumieren, sind Sie während dieses Zeitraums auch krankenversichert.

Näheres zur Krankenversicherung während Aufenthalten im EWR/EU-Raum oder der Schweiz können Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse erfahren.

Sie gelten als "echte/r GrenzgängerIn", wenn Sie in einem EWR/EU-Mitgliedsstaat oder der Schweiz beschäftigt sind und in einem anderen Mitgliedsstaat wohnen und täglich, mindestens aber einmal wöchentlich, in Ihrem Wohnstaat zurückkehren.

Sie gelten als „unechte/r GrenzgängerIn“, wenn Sie in einem EWR/EU-Mitgliedsstaat oder der Schweiz beschäftigt sind und in einem anderen Mitgliedstaat wohnen und nicht zumindest einmal in der Woche in Ihren Wohnstaat zurückkehren. Unter „Wohnen“ bzw. „Wohnort“ versteht man den Ort des „Mittelpunktes der Lebensinteressen“. Dabei spielen u.a. Kriterien wie Art und Merkmale Ihrer Beschäftigung, familiäre Bindungen, Gründe der Abwanderung etc. spielen eine Rolle.

Ja, die Gewährung des Familienzuschlages richtet sich zwar nach dem innerstaatlichen Recht, dabei sind aber auch jene Zuschlagsberechtigten zu berücksichtigen, die sich in einem anderen EU/EWR-Staat oder der Schweiz aufhalten, und zu deren Unterhalt Sie wesentlich beitragen

Arbeitslosengeld gebührt in diesem Fall nicht, wenn Sie eine ausländische Pension aus dem Versicherungsfall der Invalidität, der Berufsunfähigkeit oder der dauernden Erwerbsunfähigkeit beziehen und Sie im Sinne der österreichischen Vorschriften invalid/berufsunfähig und damit nicht arbeitsfähig sind.
Wenn Sie eine ausländische Pension aus einem der Versicherungsfälle des Alters beziehen, so liegt dann kein Anspruch auf Arbeitslosengeld vor, wenn die Pension der Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes gem. § 293 Abs. 1 lit. a ASVG entspricht (siehe Maßgebende Werte in der Arbeitslosenversicherung). Nur dann, wenn für Sie ein Anspruch auf eine innerstaatliche Leistung aus einem der Versicherungsfälle des Alters gegeben ist, besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Wenn Sie bloß die Anspruchsvoraussetzungen auf eine ausländische Leistung aus einem der Versicherungsfälle des Alters erfüllen, beeinträchtigt das nicht Ihren bestehenden Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Ja, weil die gesetzlichen Bestimmungen bei jeder Selbstlösung diese Sanktion vorsehen. Diese Sanktion kann lediglich im Wege der Anhörung des Regionalbeirates bei Vorliegen von berücksichtigungswürdigen Gründen teilweise oder gänzlich nachgesehen werden.

Insgesamt kann das österreichische Arbeitslosengeld in einem ersten Schritt nur drei Monate im EWR/EU-Ausland oder der Schweiz konsumiert werden. Dies ist jedoch nie länger möglich als für die Dauer eines noch zustehenden Anspruches auf Arbeitslosengeld in Österreich. In Ihrem Fall wären das 2 Monate. Der (Folge-)Anspruch auf Notstandshilfe muss neuerlich in Österreich beantragt werden.

Findet der/die arbeitslose ÖsterreicherIn im Ausland keine Beschäftigung, so muss er/sie vor Ablauf der Drei-Monats-Frist wieder nach Österreich zurückkehren und seinen/ihren Anspruch persönlich beim AMS geltend machen, da sonst der Anspruch auf alle Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung verloren geht.

Wenn ein Leistungsanspruch in Österreich besteht, ist ein Leistungsexport nur zum Zweck der Arbeitsuche in einem ersten Schritt für maximal drei Monate möglich. Weitere Voraussetzungen sind erfolglose Vermittlungsversuche in Österreich innerhalb eines mindestens vierwöchigen Zeitraumes und die Meldung bei der zuständigen Behörde in Italien innerhalb von sieben Tagen.

Dienstverhältnisse, die im EU/EWR-Raum oder der Schweiz bestanden haben, werden wie inländische Dienstverhältnisse behandelt, sofern danach eine österreichische Beschäftigung vorliegt. Darüber hinaus bestehen auch zu vielen anderen Staaten Abkommen, die die Berücksichtigung von ausländischen Dienstverhältnissen regeln.

Bei GrenzgängerInnen kann eine Zusammenrechnung der Zeiten im EU/EWR-Raum und der Schweiz auch ohne vorhergehende Beschäftigung nach der Rückkehr nach Österreich erfolgen.

Eine Gleichstellung mit inländischen Zeiten kann nicht erfolgen, da es mit den USA kein entsprechendes Abkommen gibt.

Allerdings verlängern pensionsversicherte Beschäftigungen in den USA den Beobachtungszeitraum, in dem die erforderlichen Anwartschaftszeiten nachgewiesen werden müssen.

Grundsätzlich muss vor der Antragstellung mindestens ein Tag arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung in Österreich vorliegen, lediglich für GrenzgängerInnen gilt unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte "1 Tag Regelung" (Mindestbeschäftigung in Österreich vor der Zusammenrechnung der Versicherungszeiten) nicht.

Die im EU/EWR Raum und der Schweiz zurückgelegten Beschäftigungszeiten sind zur Beurteilung des österreichischen Anspruches noch einmal heranzuziehen. Allerdings vermindern Zeiten des Arbeitslosengeldbezuges im Ausland die österreichische Bezugsdauer.

Haben Sie nach Ihrem Arbeitslosengeldbezug in Deutschland (9 Monate) in Österreich gearbeitet, prüft das AMS, ob Österreich nun für die Gewährung einer Leistung zuständig ist. Wenn die Zuständigkeit Österreichs gegeben ist, prüft das AMS weiters, ob Sie eine neue Anwartschaft auf Arbeitslosengeld erfüllen.

Anwartschaft bedeutet, dass Sie in einem gewissen Beobachtungszeitraum eine bestimmte Dauer an arbeitslosenversicherungspflichten Zeiten erworben haben. Haben Sie keine neue Anwartschaft erworben, wird geprüft, ob Sie noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben oder dieser bereits verbraucht ist.

Grundsätzlich gilt: Wenn durch die Anrechnung des Bezuges in Deutschland (9 Monate) die Bezugsdauer des österreichischen Arbeitslosengeldes verbraucht ist, steht Ihnen kein Arbeitslosengeld mehr zu. In diesem Fall gebührt Ihnen Notstandshilfe, sofern auch die übrigen Anspruchsvoraussetzungen für die Notstandshilfe erfüllt sind.

Fragen zur Anwartschaft

Wenn Sie noch nie Arbeitslosengeld bezogen haben müssen Sie 52 Wochen an arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der letzten 2 Jahre vor der Beantragung (= Geltendmachung) des Anspruches nachweisen können. Bei jeder weiteren Beantragung des Arbeitslosengeldes sind 28 Wochen an arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb des letzten Jahres vor der Geltendmachung des Anspruches für einen neuen Anspruch ausreichend.

Wird das Arbeitslosengeld vor Vollendung des 25. Lebensjahres beantragt, genügen auch bei erstmaliger Beantragung bereits 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der letzten 12 Monate, um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben.

Um wieder Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen Sie in den letzten 12 Monaten (Rahmenfrist) vor Geltendmachung des Anspruches insgesamt 28 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein.

Liegen keine 28 Wochen vor, aber innerhalb der letzten 24 Monate vor Geltendmachung insgesamt 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten, ist die Anwartschaft auch erfüllt und Sie können Arbeitslosengeld beziehen.

Sie haben einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn Sie innerhalb der letzten 24 Monate (Rahmenfrist) insgesamt 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Waren Sie während der Haft auch arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt, wird die gesamte versicherte Haftzeit bei der Beurteilung Ihres Anspruches berücksichtigt.

Liegt jedoch keine versicherte Haftzeit vor, kann die zweijährige Rahmenfrist um die Zeit der Haft verlängert werden. Liegen in der verlängerten Rahmenfrist 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten, haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Geringfügige Beschäftigungen unterliegen nicht der Arbeitslosenversicherungspflicht und sind daher auf die Anwartschaft nicht anrechenbar.

Seit 1. Jänner 2009 besteht durch eine gesetzliche Änderung für selbstständig Erwerbstätige die Möglichkeit, in die Arbeitslosenversicherung einbezogen zu werden.
Grundsätzlich benötigen Sie für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld innerhalb der letzten 24 Monate (= Rahmenfrist) insgesamt 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung. Wenn Sie bereits einmal Arbeitslosengeld bezogen haben sind 28 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung im letzten Jahr (= Rahmenfristfrist) ausreichend. Liegen die Zeiten im ausreichenden Ausmaß vor, haben sie die sogenannte „Anwartschaft“ auf das Arbeitslosengeld erfüllt.

Ab 1.1.2009 muss man verschiedene Möglichkeiten beachten:

  • Wenn Sie bereits vor dem 1.1.2009 sowohl Versicherungszeiten in der Arbeitslosenversicherung als auch Zeiträume einer krankenversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG) erworben haben, verlängert sich der Beobachtungszeitraum für das notwendige Vorliegen der arbeitslosenversicherungspflichtigen Versicherungszeiten unbegrenzt um solche GSVG oder BSVG-Zeiträume.
  • Wenn Sie vor der Geltendmachung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld bereits mindestens fünf Jahre unselbstständig (arbeitslosenversicherungspflichtig) tätig waren, werden die Zeiten der GSVG Tätigkeit als unbefristet rahmenfristerstreckend gewertet – das bedeutet, sie verlängern den Beobachtungszeitraum, in dem die notwendigen arbeitslosenversicherungspflichtigen Zeiten liegen müssen. Durch die selbständige Tätigkeit wird hier also keine Anwartschaftszeit erworben, sie verlängert aber den Zeitraum, der heranzuziehen ist, um das Vorliegen der anwartschaftsbegründenden Zeiten zu prüfen.
  • Wenn Sie erst nach dem 31. Dezember 2008 eine selbstständige Tätigkeit beginnen und vor der Geltendmachung des Anspruchs weniger als 5 Jahre unselbstständig tätig waren, können die zweijährige bzw. einjährige Rahmenfrist für den Nachweis der notwendigen arbeitslosenversicherungspflichtigen Zeiten für den Anspruch nur bis um maximal 5 Jahre erstreckt - also verlängert - werden.
  • Wenn Sie bisher keine bzw. zu wenig arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten vorweisen können und selbständig tätig werden, können Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld nur erwerben, indem Sie während Ihrer selbständigen Tätigkeit freiwillig der Arbeitslosenversicherung beitreten. Dabei sind jedoch spezielle Fristen zu beachten.

Fragen zur Arbeitslosenversicherung für Selbstständige beantwortet die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft.

Um nach einem Notstandshilfe-Bezug wieder Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen Sie in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung insgesamt 28 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt sein.

Sofern Ihre Teilzeitbeschäftigung arbeitslosenversicherungspflichtig war, Sie die Anwartschaft erfüllen (52 bzw.28 Wochen Beschäftigungszeiten), haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Anzurechnen sind nur die Zeiten eines Krankengeldbezuges, die aus einem arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis heraus entstanden sind.

Erfüllen Sie die Anspruchsvoraussetzungen (Anwartschaft, Arbeitsfähigkeit, Arbeitswilligkeit, Verfügbarkeit, ...), haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn 3 Prozent des Einheitswertes die jeweils geltende Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigen.

Übersteigen 3 Prozent des Einheitswertes die jeweils geltende Geringfügigkeitsgrenze , ist Arbeitslosigkeit nicht gegeben und es besteht kein Leistungsanspruch.

Ja. Dienstverhältnisse, die bereits für die Beurteilung der Anwartschaft auf Weiterbildungsgeld berücksichtigt wurden, können für die Anwartschaft auf Arbeitslosengeld nochmals herangezogen werden.

Zeiten eines Kinderbetreuungsgeldbezuges und Zeiten eines Präsenz-/Zivil- oder Ausbildungsdienstes können dann zu einem Anspruch führen, wenn in der Rahmenfrist (das ist ein gesetzlich vorgegebener Zeitrahmen) zumindest 14 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten liegen, die bisher nicht für die Berechnung der Anwartschaft des Arbeitslosengeldes berücksichtigt wurden.

Um Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen Sie grundsätzlich in den letzten beiden Jahren (Rahmenfrist = ein vorgegebener Zeitrahmen) vor Beantragung des Arbeitslosengeld mindestens 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten nachweisen.

Die zweijährige Rahmenfrist, innerhalb derer die 52 Wochen Beschäftigungszeiten liegen müssen, können um Ihre Studienzeit und den Präsenz-/Zivil- oder Ausbildungsdienst verlängert werden, jedoch nur um maximal 5 Jahre. Sofern Sie innerhalb der verlängerten Rahmenfrist (maximal 7 Jahre) mindestens 14 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren, kann der Präsenz-/Zivildienst oder Ausbildungsdienst ebenfalls auf die 52-wöchige Mindestbeschäftigungszeit angerechnet werden.

Gleiches gilt sinngemäß bei kürzerem Anwartschaftserwerb:

  • Bei jeder weiteren Beantragung des Arbeitslosengeldes sind 28 Wochen an arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb des letzten Jahres vor der Geltendmachung des Anspruches für einen neuen Anspruch ausreichend.
  • Wird das Arbeitslosengeld vor Vollendung des 25. Lebensjahres beantragt, genügen auch bei erstmaliger Beantragung bereits 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der letzten 12 Monate, um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben.

Wenn Sie nach Beendigung des Präsenz-/Zivil- oder Ausbildungsdienstes das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn Sie in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung insgesamt 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Die Anwartschaft (= Mindesterfordernis an arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung in einem vorgegebenen Zeitraum) ist aber auch dann erfüllt, wenn Sie in den letzten 24 Monaten vor Geltendmachung des Anspruches insgesamt 52 Wochen im Inland arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren. Dabei sei noch bemerkt, dass die Zeit des Präsenzdienstes/Zivildienstes oder des Ausbildungsdienstes selbst einen Anspruch auf Arbeitslosengeld mitbegründen kann, wenn innerhalb der Rahmenfrist (= ein vorgegebener Zeitrahmen) 14 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten liegen, die bisher nicht für die Berechnung der Anwartschaft des Arbeitslosengeldes berücksichtigt wurden.

Eine der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld ist die Erfüllung der Anwartschaft (= Mindesterfordernis an arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung in einem vorgegebenen Zeitraum). Bei Jugendlichen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung das 25.Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist die Anwartschaft erfüllt, wenn innerhalb der letzten 12 Monate vor der Antragstellung insgesamt 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten vorliegen.

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Beantragung des Arbeitslosengeldes das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, besteht ein Anspruch.

JA, sofern Sie zum Zeitpunkt der Beantragung des Arbeitslosengeldes das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und Sie in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitslosengeld-Antragstellung insgesamt 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Aus einer Beschäftigung in einem freien Dienstvertrag vor dem 1.1.2008 können Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben, da die mit einem freien Dienstvertrag ausgeübte Beschäftigung bis 31.12.2007 nicht der Arbeitslosenversicherungspflicht unterlag. Diese Zeiten und jene Ihrer Ausbildung können jedoch die Rahmenfrist von 24 Monaten, in der 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten liegen müssen, um maximal 5 Jahre verlängern.

Können Sie jedoch auch in der verlängerten Frist keine 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten vorweisen, so haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Wird das Arbeitslosengeld vor Vollendung des 25. Lebensjahres beantragt, genügen auch bei erstmaliger Beantragung bereits 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der letzten 12 Monate, um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben.

Seit 1.1.2008 unterliegen freie DienstnehmerInnen, sofern sie ein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze erzielen, der Arbeitslosenversicherungspflicht. Solche Beschäftigungszeiten sind auf die Anwartschaft zu rechnen.

Um Arbeitslosengeld beziehen zu können, müssen Sie grundsätzlich in den letzten beiden Jahren (Rahmenfrist = ein vorgegebener Zeitrahmen) vor Beantragung des Arbeitslosengeld mindestens 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten nachweisen.

Die zweijährige Rahmenfrist, innerhalb derer die 52 Wochen Beschäftigungszeiten liegen müssen, können um Ihre Studienzeit und den Präsenz-/Zivil- oder Ausbildungsdienst verlängert werden, jedoch nur um maximal 5 Jahre. Sofern Sie innerhalb der verlängerten Rahmenfrist (maximal 7 Jahre) mindestens 14 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren, kann der Präsenz-/Zivil- oder Ausbildungsdienst ebenfalls auf die 52-wöchige Mindestbeschäftigungszeit angerechnet werden.

Bei Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist die Anwartschaft erfüllt, wenn innerhalb der letzten 12 Monate vor der Antragstellung insgesamt 26 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten im Inland vorliegen.

Ausländische Beschäftigungszeiten können für die Beurteilung der Anwartschaft herangezogen werden, sofern die Vorschriften zum/zur EWR/EU Anwendung finden bzw. mit dem betreffenden Land ein zwischenstaatliches Abkommen über die Arbeitslosenversicherung abgeschlossen wurde.

Die in Deutschland erworbenen versicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten können auch in Österreich zur Beurteilung eines Anspruches auf Arbeitslosengeld herangezogen werden, wenn der/die Arbeitslose nach der Beschäftigung in Deutschland zumindest 1 Tag lang in Österreich beschäftigt war.
Lediglich für GrenzgängerInnen gilt unter gewissen Voraussetzungen die sogenannte "1 Tag Regelung" (Mindestbeschäftigung in Österreich) nicht. Ist Österreich für Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung zuständig, werden die im EU/EWR-Raum (z.B. Deutschland) zurückgelegten Versicherungszeiten für die Erfüllung der Anwartschaft und für die Festsetzung der Bezugsdauer mit österreichischen Zeiten zusammengerechnet.

Wenn das die einzige Beschäftigung ist, der Sie bisher nachgegangen sind, haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld in Österreich, da Beschäftigungszeiten in den USA aufgrund fehlender diesbezüglicher Abkommen nicht berücksichtigt werden können.

Fragen zur Arbeitsfähigkeit

Arbeitsfähig nach den Bestimmungen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ist jemand, der nicht invalid bzw. berufsunfähig im Sinne des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) ist.

Nach den Bestimmungen des ASVG gilt ein Versicherter als invalid bzw. berufsunfähig, dessen Arbeitsfähigkeit infolge seines körperlichen oder geistigen Zustandes auf weniger als die Hälfte derjenigen eines körperlich und geistig gesunden Versicherten von ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten herabgesunken ist.

Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit sind Voraussetzungen für den Bezug einer Pension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit.

Wenn Sie im Krankenstand sind, ist Arbeitsfähigkeit im Sinne der Arbeitslosenversicherung grundsätzlich gegeben. Der Leistungsanspruch ruht aber, wenn Sie während dieser Zeit Krankengeld von der Gebietskrankenkasse erhalten.

Grundsätzlich können Sie Arbeitslosengeld beantragen. Beziehen Sie Krankengeld, ruht jedoch der Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Das Arbeitsmarktservice kann Sie natürlich nicht zwingen, zur Ärztin/zum Arzt zu gehen. Sollte das Arbeitsmarktservice jedoch Zweifel an der Arbeitsfähigkeit haben und zu deren Abklärung ein Gutachten beim Kompetenzzentrum Begutachtung der Pensionsversicherungsanstalt erforderlich sein, kann es die Einstellung Ihres Bezuges zur Folge haben, wenn Sie sich weigern, sich der dortigen Untersuchung zu unterziehen.

Grundsätzlich ja, es sei denn, es ist darüber hinaus ein krankhafter Zustand gegeben (Invalidität, Berufsunfähigkeit). Das heißt: eine Schwangerschaft -  ist für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht relevant.

Wenn Sie allerdings einem absoluten Beschäftigungsverbot unterliegen oder Wochengeld erhalten, bekommen Sie in dieser Zeit kein Arbeitslosengeld (keine Notstandshilfe).

Leider nein. Erklärt ein/e Arbeitslose/r trotz anders lautendem Gutachten des Pensionsversicherungsträgers weiterhin nicht arbeiten zu können, also arbeitsunfähig zu sein, mangelt es an der Arbeitswilligkeit, was wiederum den Anspruchsverlust auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nach sich zieht.

Kommt das AMS aufgrund des Gutachtens des Kompetenzzentrums Begutachtung der Pensionsversicherungsanstalt zum Schluss, dass dauernde Arbeitsunfähigkeit vorliegt oder Sie wurden vor 1.1.1964 geboren und es wird Ihnen Arbeitsunfähigkeit (auch befristet) bescheinigt, so ist ein Bezug von Arbeitslosengeld bzw. von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nicht möglich, weil eine für den Bezug notwendige Voraussetzung fehlt. Bei Beantragung einer Pension wegen Invalidität oder Berufsunfähigkeit und Erfüllung der Wartezeit besteht allerdings die Möglichkeit, bis zur Pensionszuerkennung einen Pensionsvorschuss zu gewähren.

Grundsätzlich ja. Das AMS kann jedoch in Österreich eine ärztliche Untersuchung veranlassen und auf Basis dieser Untersuchung über das Vorliegen von Arbeitsfähigkeit entscheiden.

Fragen zur Arbeitslosengeld Höhe

Wie Ihr arbeitslosengeld berechnet wird, erfahren Sie hier: Wie wird Ihr Arbeitslosengeld berechnet

Berechnen Sie Ihr Arbeitslosengeld: Online Ratgeber - Höhe des Arbeitslosengeldes

Ihr Einkommen der bis zu 12 letzten Monate in der Schweiz muss dem AMS von der dortigen Arbeitsmarkt-Verwaltung bestätigt werden. Dieses wird auf Monate umgerechnet, maximal aber bis zur Höchstbemessungs-Grundlage. Der Bruttowert wird in ein Nettoeinkommen umgerechnet. Der Grundbetrag Ihres Arbeitslosengeldes ist 55% dieses Nettoeinkommens. Dasselbe gilt für Grenzgängerinnen bzw. Grenzgänger die zuletzt in einem EU-oder EWR-Staat gearbeitet haben.

Ihr letztes Gehalt wirkt sich nur in Ausnahme auf die Höhe Ihres Arbeitslosengeldes aus. Genauere Informationen zur Berechnung finden Sie unter: Wie wird Ihr Arbeitslosengeld berechnet

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Die Höhe des Arbeitslosengeldes / der Notstandshilfe ist gesetzlich geregelt und lässt keinen Spielraum zu. Das Arbeitsmarktservice ist selbstverständlich bemüht, Ihnen eine passende Beschäftigung zu vermitteln, damit Sie Ihren bisherigen Lebensstandard aufrechterhalten bzw. finanzieren können.

Auch besteht die Möglichkeit, neben dem Leistungsbezug eine bedarfsorientierte Mindestsicherung zu beantragen.

Ja, das Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe wird in Form von so genannten Tagsätzen ausbezahlt. Im Monat Jänner gebührt das Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe demnach für 31 Kalendertage (Anspruch = Tagsatz x 31)

Die Auszahlung erfolgt (wie meist auch bei einem Arbeitseinkommen) monatlich im Nachhinein. Der Gesetzgeber hat dies so geregelt, weil die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen laufend überprüft werden sollen. Eine solche Überprüfung ist oftmals nur im Nachhinein möglich.

Für weitere Informationen zum Thema "Auszahlung von AMS-Geldleistungen" nutzen Sie auch unseren hierfür erstellten "Online-Ratgeber".

Das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe sind Versicherungsleistungen und als solche von den geleisteten Beiträgen abhängig. Diese Beiträge hängen wiederum von dem erzielten Einkommen ab. Vom Nettoeinkommen gebühren grundsätzlich 55% als Arbeitslosengeld, wobei es jedoch bei einem sehr geringen Einkommen oder/und Sorgepflichten zu einer günstigeren Berechnung kommen kann.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes / der Notstandshilfe ist gesetzlich geregelt und lässt keinen Spielraum zu. Ein "Existenzminimum" ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Das Arbeitslosengeld besteht aus dem Grundbetrag und möglichen Familienzuschlägen sowie einem allfälligen Ergänzungsbetrag. Der Grundbetrag richtet sich nach der beim Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger gespeicherten Jahresbeitragsgrundlage (= Entgelte + Sonderzahlungen). Diese Bruttobemessungsgrundlage ist in einen Nettowert umzurechnen. Als Grundbetrag des Arbeitslosengeldes gebührt ein Tagsatz in der Höhe von 55 % des ermittelten täglichen Nettowertes.

Berechnen Sie Ihr Arbeitslosengeld: Online Ratgeber - Höhe des Arbeitslosengeldes

Der Leistungsanspruch besteht zumindest in Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes (AZ). In Einzelfällen kann der Anspruch dennoch unter dem Ausgleichszulagenrichtsatzes liegen und zwar

  • wenn bei Personen mit Anspruch auf Familienzuschlag (FZ) 80 % des Nettowertes unter dem AZ liegen oder
  • wenn bei Personen ohne Sorgepflichten 60% des Nettowertes unter dem AZ liegen.

Beispiele:

mtl. Brutto (inkl. Sonderzahlungen): 1.500,00 Euro

mtl. Bemessungsgrundlage (BG) netto: 1.222,79 Euro

Täglicher Nettobetrag: 40,20 Euro

Berechnung ohne Sorgepflichten = kein Anspruch auf Familienzuschlag

Täglicher Grundbetrag (55% BG): 22,11 Euro

Täglicher AZ-Richtsatz: 30,31 Euro

Netto 60% BG: 24,12 Euro (Grenzwert)

Anspruch: 24,12 Euro

Berechnung mit Sorgepflichten = z.B. Anspruch auf 2 Familienzuschläge (FZ)
(2 x EUR 0,97 = EUR 1,94)

Täglicher Grundbetrag ohne FZ: 22,11 Euro

Täglicher AZ-Richtsatz (AZ): 30,31 Euro

Täglicher brutto Anspruch (= AZ) + 2 FZ: 32,25 Euro

Netto 80 % BG: 32,16 Euro (Grenzwert)

Anspruch: 32,16 Euro

Das Arbeitslosenversicherungsgesetz sieht bei Zuerkennung der Leistung eine "Mitteilung" vor, weil diese EDV unterstützt einfach erstellt werden kann und Verwaltungsaufwand spart. Auf Wunsch stellt Ihnen das Arbeitsmarktservice gerne einen Bemessungsbescheid zu, gegen den Sie eine Beschwerde einbringen können, wenn Sie ihn im Rechtsweg bekämpfen möchten.

Bitte beachten Sie:
Verlangen Sie nicht innerhalb von drei Monaten nach Zustellung der Mitteilung einen Bescheid, liegt eine entschiedene Sache vor und Ihr Verlangen eines Bescheides wird zurückgewiesen. Dadurch können Sie gegen den Inhalt der Mitteilung auch keine Beschwerde mehr einbringen.

Das am Mitteilungsblatt ausgewiesene Datum stellt das voraussichtliche Ende des Leistungsbezuges dar. Der Leistungsbezug ist nur möglich, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Fällt eine dieser Anspruchsvoraussetzungen weg, ist der Leistungsbezug einzustellen.

Fragen zur Arbeitslosigkeit

Nur dann, wenn zwischen der vorhergehenden Beschäftigung und der neuen geringfügigen Beschäftigung ein Zeitraum von mindestens einem Monat liegt.

Sofern 3 Prozent des Einheitswertes die jeweils geltende Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigen und alle sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind, können Sie Arbeitslosengeld trotz Führen einer Landwirtschaft beziehen. Ist die Landwirtschaft verpachtet oder liegt sie brach, ist unabhängig vom Einheitswert ebenfalls ein Arbeitslosengeld-Bezug möglich.

Sobald Ihr Dienstverhältnis infolge der Insolvenz beendet wurde, wobei mehrere Möglichkeiten nach der Insolvenzordnung denkbar sind, müssen Sie persönlich bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen. Bei Erfüllung aller anderen Voraussetzungen, gebührt auch in diesem Fall das Arbeitslosengeld ab dem Tag der Antragstellung.

Im Falle der Insolvenz Ihrer Firma wird das Arbeitslosengeld als Vorschuss auf die zu erwartende Kündigungsentschädigung/Ersatzleistung für Urlaubsentgelt nach dem Urlaubsgesetz angewiesen.

Als vorübergehende Erwerbstätigkeit gilt eine Beschäftigung, die für weniger als 4 Wochen vereinbart wurde. Wird im Monat aus einer oder mehreren Beschäftigungen ein Einkommen erzielt, dass insgesamt den Wert der Geringfügigkeitsgrenze übersteigt, besteht für die Dauer der Tätigkeit(en) kein Anspruch auf eine Leistung.

Auf die Leistung (wie z.B. Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe), die an den verbleibenden Anspruchstagen gebührt, wird das im Kalendermonat aus der/den vorübergehenden Beschäftigung(en) erzielte Einkommen, das über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, zu 90 % angerechnet.

Fragen zu Ausnahmen bei Ausbildungen

Ausbildungen bis zu drei Monaten beeinträchtigen im Regelfall den Leistungsanspruch nicht, allerdings muss die Verfügbarkeit und somit die Bereitschaft, eine Beschäftigung anzunehmen, gegeben sein.

Bei Ausbildungen, die länger als drei Monate dauern, ist u.a. zu prüfen, ob innerhalb der letzten zwei Jahre (Rahmenfrist) 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung nachgewiesen werden können.

Sollten Sie beabsichtigen, eine Ausbildung während eines Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezuges zu beginnen, wird empfohlen, sich noch vor dem Beginn von Ihrer zuständigen regionalen Geschäftsstelle entsprechend beraten zu lassen. Unabhängig von der Dauer ist jede Ausbildung der regionalen Geschäftsstelle bekannt zu geben.

Bei einem Studium ist ua. zu prüfen, ob bei der letzten Geltendmachung innerhalb der letzten zwei Jahre (Rahmenfrist) 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung nachgewiesen werden können. Sollten Sie beabsichtigen, ein Studium während eines Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezuges zu beginnen, wird empfohlen, sich noch vor Beginn des Studiums von Ihrer zuständigen Geschäftsstelle entsprechend beraten zu lassen. Die Aufnahme des Studiums müssen Sie der Geschäftsstelle bekannt geben.

Auch Personen, die während des Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezuges einer Ausbildung nachgehen, müssen bereit sein, eine zumutbare Stelle anzunehmen.

Nehmen Sie eine zumutbare Stelle nicht an, so müssen Sie mit dem Verlust des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe rechnen.

Fragen zur Ausschlussfrist

Der Gesetzgeber hat diesbezüglich keine Einschränkung getroffen. Es ist vom AMS daher auch bei der erstmaligen Ablehnung einer Stelle eine Sanktion auszusprechen.

Bereits bei Ablehnung der ersten zumutbaren Stelle ist im Arbeitslosenversicherungsgesetz vorgesehen, dass der/die Arbeitslose für die Dauer von 6 Wochen den Anspruch auf Arbeitslosengeld verliert. Bei weiteren Ablehnungen kann sich diese Ausschlussfrist auf 8 Wochen erhöhen.

Die Entscheidung, dass Sie den Anspruch verlieren, wenn Sie sich weigern, eine zumutbare Beschäftigung anzunehmen oder die Aufnahme der Beschäftigung an einem von Ihnen gesetzten Verhalten scheitert, das darauf abzielt, dass der Dienstgeber Sie nicht einstellt, wird von der Leiterin bzw. vom Leiter der regionalen Geschäftsstelle getroffen. Gleiches gilt für die Nichtteilnahme an Schulungen bzw wenn Sie den Erfolg von Schulungsmaßnahmen vereiteln.

Wenn Sie allerdings berücksichtigungswürdige Gründe für Ihre Vorgangsweise nennen können, besteht die Möglichkeit, den Bezugsausschluss teilweise oder zur Gänze nachzusehen. Hierzu ist für die Erteilung einer Nachsicht eine Anhörung des Regionalbeirates vorzunehmen. Die Entscheidung über eine (teilweise) Nachsicht trifft - nach Anhörung des Regionalbeirates - die regionale Geschäftsstelle.

Gegen diese Entscheidung (Bescheid) haben Sie die Möglichkeit einer Beschwerde. Diese müssen Sie bei der regionalen Geschäftsstelle einbringen. Beachten Sie dazu bitte unbedingt die Rechtsmittelbelehrung am Bescheid.

Ja, Sie sind krankenversichert.

Das Krankengeld soll das Gesamtausmaß der Ausschlussfrist nicht verändern.

Sie erleiden durch die Verlängerung des § 10-Zeitraumes keinen Nachteil. Es soll aber auch kein finanzieller Vorteil durch die Erkrankung entstehen.

Eine Arbeitsaufnahme während der Ausschlussfrist kann - nach Anhörung des Regionalbeirates - bis zu einer gänzlichen Nachsicht der Sanktion führen.

Fragen zur Bezugsdauer

Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld ist von der Beschäftigungsdauer und vom Alter abhängig. Das Arbeitslosengeld wird bei Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen (z.B. Anwartschaft) grundsätzlich für 20 Wochen gewährt und verlängert sich entsprechend der folgenden Aufstellung.

  • 3 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 30 Wochen.
  • das 40. Lebensjahr vollendet haben und innerhalb der letzten 10 Jahre 6 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 39 Wochen.
  • das 50. Lebensjahr vollendet haben und innerhalb der letzten 15 Jahre 9 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 52 Wochen.

Bei Arbeitslosengeld, das nach Abschluss einer beruflichen Maßnahme der Rehabilitation in Anspruch genommen wird, kann die Bezugsdauer unter bestimmten Voraussetzungen das Ausmaß von 78 Wochen erreichen.
Besuchen Sie eine Schulungsmaßnahme im Rahmen einer Arbeitsstiftung, verlängert sich die Bezugsdauer um maximal 3 bzw. 4 Jahre.

Wenn Sie herausfinden möchten, wie lange Sie Arbeitslosengeld beziehen können, wenn Sie alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellten "Online-Ratgeber".

Die Notstandshilfe kann im Anschluss an den Bezug von Arbeitslosengeld für einen Zeitraum von höchstens 52 Wochen gewährt werden. Für einen eventuellen Weiterbezug nach Ablauf dieses Zeitraumes ist eine neuerliche Antragstellung erforderlich. Eine grundsätzliche zeitliche Begrenzung der Bezugsdauer wie beim Arbeitslosengeld besteht aber nicht.

Für eine Bezugsdauer von 39 Wochen müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der letzten 10 Jahre müssen 312 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungen vorliegen. Die andere Voraussetzung dafür ist die Vollendung des 40. Lebensjahres vor Antragstellung.

Für die nächstlängere Bezugsdauer von 52 Wochen wäre die Vollendung des 50. Lebensjahres und der Nachweis von 468 Wochen Beschäftigung innerhalb der letzten 15 Jahre erforderlich.

Bei Beantragung einer Pensionsleistung wird das grundsätzlich zustehende Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe als Vorschuss gewährt. Besteht kein Leistungsanspruch (mehr) ist auch die Gewährung eines Pensionsvorschusses nicht (mehr) möglich. Daher kann auch die Bezugsdauer nicht der Dauer des Pensionsverfahrens angepasst werden.

Wenn Sie wissen möchten, wie lange Sie Arbeitslosengeld beziehen können, wenn Sie alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellten "Online-Ratgeber"

Die Dauer des Bezuges von Arbeitslosengeld richtet sich nach dem Alter des Antragstellers bzw. der Antragstellerin und der Dauer der Beschäftigungszeit. Ist diese Bezugsdauer erschöpft, kann Arbeitslosengeld erst wieder nach neuerlicher Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen gewährt werden.

Wenn Sie wissen möchten, wie lange Sie Arbeitslosengeld beziehen können, wenn Sie alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellten "Online-Ratgeber".

Nach Erschöpfung des Arbeitslosengeldbezuges ist jedoch die Beantragung von Notstandshilfe möglich, deren Gewährung von der Erfüllung unterschiedlicher gesetzlicher Voraussetzungen abhängig ist.

Auf Grund Ihrer zuletzt vorliegenden Beschäftigungszeiten wurden die Anspruchsvoraussetzungen für einen neuen Bezug nicht erfüllt. Aus der vorangegangenen Zuerkennung von Arbeitslosengeld besteht allerdings noch ein Restanspruch von 10 Wochen, der Ihnen nun angewiesen werden kann.

Wenn Sie ohne triftigen Grund die Kontrollmeldung versäumen, erhalten Sie zwischen Kontrollmeldeversäumnis und der persönlichen Wiedermeldung kein/e Arbeitslosengeld/Notstandshilfe. Es kommt zu einer Kürzung der Bezugsdauer.

Fragen zur Bildungsteilzeit

Ja, denn die Bildungsteilzeit muss zwischen ArbeitnehmerIn und ArbeitgeberIn vereinbart werden.

Der Antrag auf Bildungsteilzeitgeld ist nach Möglichkeit bereits vor – spätestens aber mit - Beginn der Bildungsteilzeit zu stellen. An Unterlagen sind zum Antragsformular eine Bestätigung über die Aus- und Weiterbildungsmaßnahme, welche auch die Kursdauer beinhalten muss, erforderlich. Zusätzlich muss eine Bestätigung des Dienstgebers mit folgendem Inhalt vorliegen:

  • Beginn, Dauer und Ausmaß der Teilzeitbeschäftigung
  • die zuvor ausgeübte Arbeitszeit
  • die DienstnehmerInnenanzahl im Betrieb
  • die DienstnehmerInnenanzahl, die sich in Bildungsteilzeit befinden

Diese Angaben werden benötigt, da nur an eine bestimmte Anzahl von Personen pro Betrieb Bildungsteilzeitgeld gleichzeitig ausbezahlt werden kann (4 DienstnehmerInnen bei Betrieben bis zu 50 Personen, 8% der Belegschaft bei Betrieben mit über 50 DienstnehmerInnen). Eine darüber hinausgehende Anzahl von Personen kann nur dann gleichzeitig Bildungsteilzeitgeld beziehen, wenn  der mit VertreterInnen der Sozialpartner paritätisch besetzte Regionalbeirat zustimmt.

Hier können Sie das Formular Bescheinigung für Bildungskarenz herunterladen.

Wird das Dienstverhältnis während der Bildungsteilzeit durch den Arbeitgeber gelöst und liegen die Voraussetzungen für den Bezug von Weiterbildungsgeld (mit Ausnahme der Bildungskarenz) vor, kann nach Abzug der bereits in Anspruch genommenen Bezugszeiten (Berechnungsschlüssel: 2 Tagen Bildungsteilzeitgeld entsprechen 1 Tag Weiterbildungsgeld), für die noch nicht verbrauchte Bezugsdauer, Weiterbildungsgeld ausbezahlt werden. Es muss in einem solchen Fall so rasch wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von 3 Monaten, das Ausmaß der Bildungsmaßnahme(n) auf das für den Anspruch auf Weiterbildungsgeld geltende Mindestausmaß angehoben werden.

Fragen zu Einstellungen/Berichtigungen

Die Mitteilung, wonach die Leistung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zuerkannt wird, enthält nur ein voraussichtliches Ende. Fallen vor diesem Datum Voraussetzungen für den Leistungsbezug weg, so muss der Bezug eingestellt werden.

Erfolgt eine amtswegige Einstellung oder Neubemessung der Leistung, so werden Sie darüber unverzüglich durch eine entsprechende Mitteilung verständigt. Sie haben in einem solchen Fall das Recht innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung dieser Mitteilung einen Bescheid über die Einstellung oder Neubemessung zu verlangen. Wird nicht innerhalb von 4 Wochen, nachdem Sie es verlangt haben, ein Bescheid erlassen, so tritt eine vorläufige Einstellung oder Neubemessung rückwirkend außer Kraft und die Leistung wird nachbezahlt. Ein späterer Widerruf und/oder eine spätere Rückforderung werden dadurch aber nicht ausgeschlossen.

Bitte beachten Sie:
Verlangen Sie nicht innerhalb von drei Monaten nach Zustellung der Mitteilung einen Bescheid, liegt eine entschiedene Sache vor und Ihr Verlangen eines Bescheides wird zurückgewiesen. Dadurch können Sie gegen den Inhalt der Mitteilung auch keine Beschwerde mehr einbringen.

Sowohl am Antrag als auch in den Geschäftsbedingungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Änderungen - auch der Krankenstand - gemeldet werden müssen.

Die Meldung eines Krankenstandes bzw. Krankengeldbezuges sowie einer Ersatzleistung für Urlaubsentgelt erfolgt automatisch, allerdings erst nach Verarbeitung der Daten im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Die Meldung erreicht das Arbeitsmarktservice somit verspätet und es kann zu einer Rückforderung kommen, wenn Sie Ihrer Meldepflicht nicht nachgekommen sind.

Weitere Informationen, welche Änderungen Sie dem AMS sonst noch bekannt geben müssen, erhalten Sie in unseren Online Ratgeber "Welche Änderungen meiner Lebensumstände muss ich dem AMS melden?".

Fragen zu Exekutionen

Das Arbeitslosengeld sowie die Notstandshilfe, das Übergangsgeld nach Altersteilzeit, das Weiterbildungsgeld, die Überbrückungshilfe und die Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes sind beschränkt pfändbar. Das bedeutet, dass nur der das Existenzminimum übersteigende Teil pfändbar ist.

Wie hoch das Existenzminimum, also der unpfändbare Teil einer Leistung ist, hängt davon ab, ob der/die SchuldnerIn unterhaltspflichtig ist oder nicht.

Hat der/die SchuldnerIn keine Unterhaltspflichten, so ist die Leistung ab der Höhe des Existenzminimums ohne Unterhaltsgrundbetrag pfändbar. Für jede Person, für die Unterhalt gewährt wird, erhöht sich dieser Betrag um den Unterhaltsgrundbetrag.

Bei Unterhaltsexekutionen sind diese Beträge niedriger.

Weil ein betreibender Gläubiger ein Pfandrecht an Ihrem Arbeitslosengeld erworben hat, das heißt, dass Sie künftig nur mehr mit der Auszahlung des Existenzminimums zu rechnen haben. Dies wird Ihnen schon durch das Exekutionsgericht mitgeteilt. Eine gesonderte Mitteilung durch das AMS hat daher nicht zu erfolgen.

Eine Exekution bleibt wirksam oder anders gesagt: das Pfandrecht wirkt weiter, solange der Leistungsbezug nicht länger als 12 Monate unterbrochen wird. Dauert die Unterbrechung länger als 12 Monate, erlischt das Pfandrecht und muss vom Gläubiger durch einen Exekutionsantrag erneut erworben werden.

Das Arbeitsmarktservice ist als Drittschuldner verpflichtet, den betreibenden Gläubiger zu verständigen, wenn der Schuldner aus dem Leistungsbezug austritt.

Da nun ohnedies eine Verständigungspflicht besteht und der Gläubiger innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist über das Bezugsende informiert wird, sind telefonische Auskünfte, so auch an die Rechtsanwälte der Gläubiger, nicht mehr erforderlich. Außerdem ist das Arbeitsmarktservice mit der Erstellung der Drittschuldnererklärung der Auskunftspflicht bereits nachgekommen.

Fragen zum Familienzuschlag

Familienzuschläge gebühren für Kinder und Enkel, Stiefkinder, Wahlkinder und Pflegekinder, wenn der/die Arbeitslose zum Unterhalt dieser Personen wesentlich beiträgt und für die Anspruch auf Familienbeihilfe besteht.

Der Familienzuschlag für den/die Ehepartner/in, den/die Lebensgefährte/in bzw. den/die eingetragene/n PartnerIn gebührt nur dann, wenn der/die Arbeitslose zum Unterhalt dieser Person wesentlich beiträgt und diese kein Einkommen erzielt, das die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt und mindestens ein Familienzuschlag für minderjährige Kinder zusteht. Mit minderjährigen Kindern gleichgestellt sind in diesem Zusammenhang auch volljährige Kinder, für die Familienbeihilfe wegen einer Behinderung bezogen wird.

Auf Grund der Art der Bemessung des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe und unterschiedlicher Arbeitseinkommen ist das durchaus möglich! Das Arbeitslosengeld besteht aus dem Grundbetrag und den Familienzuschlägen (FZ) sowie einem allfälligen Ergänzungsbetrag. Als Grundbetrag des Arbeitslosengeldes gebühren täglich 55 % des täglichen Nettoeinkommens. Der Familienzuschlag ist für jede zuschlagsberechtigte Person gleich hoch.

Für die Ermittlung des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes ist mit gewissen Ausnahmen bei einer Geltendmachung bis 30. Juni das Entgelt des vorletzten Kalenderjahres aus den beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger gespeicherten Jahresbeitragsgrundlagen aus arbeitslosenversicherungspflichtigem Entgelt heranzuziehen, bei einer Geltendmachung nach dem 30. Juni das Entgelt des letzten Kalenderjahres.

BezieherInnen niedriger Einkommen werden im Falle der Arbeitslosigkeit mit einem Ergänzungsbetrag besonders unterstützt. Der Ergänzungsbetrag gebührt immer in der Differenz vom Grundbetrag zum Ausgleichszulagenrichtsatz (§ 293 Abs. 1 lit. a lit. bb ASVG).

Arbeitslosen mit Anspruch auf Familienzuschlag gebührt jedoch das tägliche Arbeitslosengeld höchstens in der Höhe von 80 % des täglichen Nettoeinkommens. Bei Arbeitslosen ohne Anspruch auf Familienzuschlag ist das Arbeitslosengeld mit 60 % des Nettolohnes begrenzt.

Fragen zum Fortbezug

Grundsätzlich besteht innerhalb von 5 Jahren ab dem letzten Bezugstag ein Anspruch auf den Fortbezug. Wenn eine neue Anwartschaft erfüllt ist, d.h. neue arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten von mindestens 28 Wochen vorliegen, besteht kein Anspruch auf den Fortbezug sondern ein neuer Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Nein, Sie verlieren ihn nicht. Wenn Sie keine neue Anwartschaft erwerben, können Sie den Fortbezug erhalten.

Wenn der Unterbrechungs- bzw. Ruhenszeitraum 62 Tage nicht übersteigt, genügt für die Geltendmachung die persönliche Wiedermeldung bei der regionalen Geschäftsstelle. Ansonsten ist für den Fortbezug ein neuer Antrag notwendig.

Grundsätzlich können Sie den restlichen nicht bezogenen Arbeitslosengeldanspruch innerhalb von 5 Jahren ab dem letzten Bezugstag beantragen. Wenn Sie schon seit längerer Zeit selbstständig erwerbstätig sind und eine pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit nach dem GSVG vorliegt, kann die Frist der 5 Jahre bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen um den Zeitraum Ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit verlängert werden. Für Detailauskünfte wenden Sie sich jedoch bitte auf jeden Fall zur Abklärung des Fortbezuges des Leistungsanspruches an Ihre regionale Geschäftsstelle.

Ja, Sie können Ihren österreichischen Anspruch ins EU-Ausland mitnehmen. Insgesamt können Sie die Leistung maximal 3 Monate in Deutschland beziehen, längstens jedoch bis zum Ende des restlichen bestehenden Anspruches. Vor dem Auslandsaufenthalt wenden Sie sich jedoch bitte auf jeden Fall zur Abklärung des Leistungsexports an Ihre regionale Geschäftsstelle.

Fragen zur Geltendmachung

  • Wenn Sie nicht NutzerIn eines eAMS-Kontos sind, können Sie das Arbeitslosengeld nur mittels persönlicher Vorsprache beim AMS beantragen. Sofern Sie sich noch vor Eintritt Ihrer Arbeitslosigkeit bei uns zur Stellensuche anmelden, muss Ihre persönliche Vorsprache zur Beantragung des Arbeitslosengeldes nicht sofort nach Ende Ihres Dienstverhältnisses erfolgen. Es ist in diesem Fall für die frühest mögliche Zuerkennung des Arbeitslosengeldes ausreichend, wenn Sie bis spätestens 10 Tage nach Eintritt der Arbeitslosigkeit bei Ihrer zuständigen Geschäftsstelle persönlich vorsprechen. So können Sie auch Lücken in der Kranken- und Pensionsversicherung verhindern. Die Arbeitslosmeldung kann telefonisch, postalisch, per Fax oder mittels unseres online Services "Beim AMS arbeitslos melden"  erfolgen. Nach Erhalt Ihrer Meldung setzen wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung. Wenn Sie dagegen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit keine Arbeitslosmeldung übermittelt haben, muss Ihre persönliche Vorsprache zur Beantragung des Arbeitslosengeldes spätestens am 1. Tag Ihrer Arbeitslosigkeit bei der regionalen Geschäftsstelle erfolgen. Versäumen Sie keinesfalls die Rückgabefrist, die Ihnen von Ihrem/r AMS BeraterIn genannt wird, um finanziellen Verlusten aufgrund von versäumten Fristen vorzubeugen.
    Wenn Sie wissen möchten, welche Möglichkeiten und Services Ihnen das eAMS-Konto bietet, informieren Sie sich mit unserem Online Ratgeber "Hilft mir das eAMS-Konto?".
  • Als NutzerIn eines eAMS-Kontos haben Sie die Möglichkeit, das Arbeitslosengeld elektronisch über das eAMS-Konto zu beantragen. Genaue Informationen zu den konkreten Ablaufschritten und die dabei zu beachtenden Voraussetzungen finden Sie direkt in Ihrem eAMS-Konto

Bitte beachten Sie: Sie können Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld frühestens 3 Wochen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit stellen. Beziehen Sie bereits Leistungen, stellen Sie einen Verlängerungsantrag (zum Beispiel auf Notstandshilfe) bitte nur, wenn Ihr derzeitiger Bezug innerhalb der nächsten 3 Wochen endet.

Wenn Sie sich spätestens am darauffolgenden Werktag (Montag) beim Arbeitsmarktservice arbeitslos melden, wird Ihnen das Arbeitslosengeld ab dem ersten Tag Ihrer Arbeitslosigkeit, in diesem Fall Samstag, gewährt. Liegt ein Ruhenstatbestand (z. B. Urlaubsentschädigung, Kündigungsentschädigung, Krankengeldbezug usw.) vor, so gebührt das Arbeitslosengeld erst nach dessen Ende.

Damit über einen etwaigen Anspruch auf Arbeitslosengeld entschieden werden kann, müssen Sie so rasch wie möglich persönlich einen Antrag bei dem nach Ihrem Wohnsitz zuständigen AMS stellen. Diese Aufgabe kann der/die DienstgeberIn den gesetzlichen Bestimmungen zufolge für Sie nicht übernehmen.

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Wenn Sie wissen möchten, welche weiteren Möglichkeiten und Services Ihnen das eAMS-Konto noch bietet, informieren Sie sich mit unserem Online Ratgeber "Hilft mir das eAMS-Konto?".

Damit alle für die Vermittlung relevanten Daten aufgenommen werden können und der/die Arbeitslose über seine/ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt werden kann sowie zur Abklärung, ob eine geeignete Stelle sofort vermittelt werden kann.

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Sie müssen sich bei der Geschäftsstelle, bei der Sie momentan Arbeitslosengeld beziehen, abmelden. Wenn Sie übersiedelt sind, melden Sie sich binnen einer Woche bei der Geschäftsstelle, die für Ihren neuen Wohnort zuständig ist. Sie müssen einen Meldenachweis vorlegen, sofern die übrigen Voraussetzungen unverändert geblieben sind, erhalten Sie die Leistung ohne Unterbrechung weiter.

Sie müssen sich in der für Ihren Wohnort zuständigen regionalen Geschäftsstelle arbeitslos melden, egal in welchem Bezirk Sie eine Arbeitsstelle suchen.

Sie müssen das unverzüglich, spätestens jedoch binnen einer Woche, melden.

Weil das Auswirkungen auf die Höhe Ihres Leistungsbezuges haben könnte, z.B. könnte ein Familienzuschlag wegfallen.

Eine persönliche Abgabe des Antrages ist deshalb erforderlich, damit offene Fragen, die sich im Zuge der Antragsabgabe noch ergeben, sofort geklärt werden können, um das Verfahren nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Im Falle einer bereits erfolgten Arbeitsaufnahme oder bei Krankheit kann jedoch ein/e von Ihnen bevollmächtigte/r VertreterIn Ihren Antrag bei der zuständigen AMS Geschäftsstelle abgeben.

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Wenn Sie wissen möchten, welche weiteren Möglichkeiten und Services Ihnen das eAMS-Konto noch bietet, informieren Sie sich mit unserem Online Ratgeber "Hilft mir das eAMS-Konto?".

Antrag via Internet:

Wenn Sie ein eAMS Konto besitzen, können Sie das Arbeitslosengeld auf diesem Weg beantragen. Bitte beachten Sie in diesem Fall genau alle Informationen und die Beschreibung der einzuhaltenden Ablaufschritte, die Sie direkt bei Ihrem eAMS Konto angeführt finden.
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 Antrag per Post:

Grundsätzlich sieht das Gesetz ausdrücklich die persönliche Antragsabgabe vor.
Nur in Ausnahmefällen kann das Antragsformular aber auch per Post bzw. durch eine befugte Vertretung übermittelt werden. Um Verzögerungen und finanzielle Nachteile für Sie zu vermeiden, sollte dies jedoch nur nach Rücksprache mit der zuständigen Beraterin / dem zuständigen Berater erfolgen.

Die Auszahlung der Leistungen erfolgt auf ein von Ihnen genanntes Konto bei einem inländischen Geldinstitut oder aber durch Ihr Postamt. Die erforderliche Überweisung der Leistung an die BAWAG/PSK erfolgt zwischen 1. und 5. eines jeweiligen Monates für einen Monat im Nachhinein, wobei jeweils ca. eine Woche als - vom AMS nicht beeinflussbarer - Durchführungszeitraum zu berücksichtigen ist, so dass im Regelfall die Auszahlung zwischen 7. und 9. des Monats erfolgt.

Ja, denn die Leistung wird - für einen bestimmten Zeitraum - pro Kalendertag gezahlt.

Nein, das Arbeitsmarktservice kann zu jedem Zeitpunkt innerhalb eines Monates eine Nachzahlung veranlassen und Ihnen das Geld überweisen.

Wer Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezieht, ist verpflichtet, jede für das Fortbestehen und das Ausmaß der Leistung maßgebende Änderung anzuzeigen - unter anderem auch einen Krankengeldbezug. Dies geht klar aus dem Antrag, welchen Sie gestellt, sowie aus der Mitteilung, welche Sie über Ihren Leistungsanspruch erhalten haben, hervor.

Weitere Informationen, welche Änderungen Sie dem AMS sonst noch bekannt geben müssen, erhalten Sie in unseren Online Ratgeber "Welche Änderungen meiner Lebensumstände muss ich dem AMS melden?".

Gegen Bescheide der regionalen Geschäftsstellen ist eine Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zulässig, die bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle einzubringen ist. Die Beschwerde hat die Bezeichnung des angefochtenen Bescheides, die Bezeichnung der belangten Behörde, die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, das Begehren und die Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht wurde, zu enthalten. Beachten Sie dazu auch die Rechtsmittelbelehrung auf dem Bescheid.

Fragen zur Notstandshilfe

Die Höhe der Notstandshilfe ist vom vorangegangenen Arbeitslosengeldbezug abhängig (bestimmter Prozentsatz). Zusätzlich spielen neben dem Alter und der familiären Situation (Anzahl der Kinder) auch allfällige Einkommen der Antragstellerin / des Antragstellers eine Rolle. Das Einkommen der PartnerInnen wird jedoch seit 1.7.2018 für die Berechnung der Notstandshilfe nicht mehr berücksichtigt.

Liegt das Arbeitslosengeld (ohne Familienzuschläge) über dem Ausgleichszulagenrichtsatz beträgt die Notstandshilfe grundsätzlich 92% des vorher bezogenen Arbeitslosengeldes.

In den übrigen Fällen gebührt als Notstandshilfe 95% des Arbeitslosengeldes. Ein beim Arbeitslosengeld zuerkannter Ergänzungsbetrag wird bei der Bemessung der Notstandshilfe berücksichtigt.

Auf Grund der bereits eingangs angesprochenen Berücksichtigung der eignen Einkommen der Antragstellerin / des Antragstellers, kann der Auszahlungsbetrag unter den genannten Prozentsätzen liegen.

Darüber hinaus orientiert sich die Höhe der Notstandshilfe an der Länge des Zeitraumes, für den das davor liegende Arbeitslosengeld zuerkannt wurde. Schließt die Notstandshilfe an einen Arbeitslosengeldbezug in der Dauer von 20 Wochen an, darf der Grundbetrag nicht höher als mit dem Betrag des Ausgleichszulagenrichtsatzes von EUR 909,42 monatlich festgelegt werden. Bei einem Bezug von Arbeitslosengeld in der Dauer von 30 Wochen ist der Grundbetrag der Notstandshilfe durch die Höhe des Existenzminimums von EUR 1.060.00 monatlich begrenzt. Bei der erstmaligen Beantragung der Notstandshilfe sind diese Regelungen erst nach 6 Monaten des Notstandshilfebezuges anzuwenden.

Für den Bezug der Notstandshilfe sind mehrere Voraussetzungen zu erfüllen. Neben dem Vorliegen von Notlage, bei dem die wirtschaftlichen und familiären Verhältnisse überprüft werden (Familiengröße, usw.) ist es auch erforderlich, dass die Notstandshilfe innerhalb von fünf Jahren, gerechnet seit dem letzten Bezug von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe beantragt wird. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese Frist verlängert werden.

Die Notstandshilfe kann im Anschluss an den Bezug von Arbeitslosengeld/Karenzgeld für einen Zeitraum von höchstens 52 Wochen gewährt werden. Für einen eventuellen Weiterbezug ist nach Ablauf dieses Zeitraumes eine neuerliche Antragstellung erforderlich. Eine grundsätzliche zeitliche Begrenzung der Bezugsdauer wie beim Arbeitslosengeld besteht jedoch nicht.

Abhängig von der Dauer des vorangegangenen Arbeitslosengeldbezuges wird in bestimmten Fällen die Höhe der Notstandshilfe eingekürzt. Das Ausmaß der Beschäftigungszeiten beeinflusst dabei, ob und inwieweit eine Einkürzung erfolgt.

Es gelten die selben Bestimmungen wie für den Bezug des Arbeitslosengeldes, d.h. Sie müssen bereit sein, eine zumindest über der Geringfügigkeitsgrenze entlohnte Beschäftigung anzunehmen.

Mit Ausnahme des Berufsschutzes gelten bei der Vermittlung während eines Notstandshilfebezuges dieselben Kriterien wie beim Arbeitslosengeld. D.h. die zugewiesene Stelle muss insbesondere kollektivvertraglich entlohnt sein und darf Ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährden.

Bei der Berechnung der Höhe der Notstandshilfe werden die wirtschaftlichen und familiären Verhältnisse berücksichtigt. Neben der Höhe des vorangegangenen Arbeitslosengeldbezuges beeinflusst daher die Anzahl der zu versorgenden Kinder die Höhe der Notstandshilfe. Bei dieser Berechnung wird das Existenzminimum nicht berücksichtigt.

Die Notlage im Sinne des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ist ein rein rechnerischer Begriff, der nach bestimmten Regeln zu ermitteln ist. Ob Notlage vorliegt oder nicht hängt von Ihrer wirtschaftlichen und familiären Situation sowie von der Höhe Ihres Grundanspruches ab. Ist ein anzurechnendes eigenes Einkommen wie z.B. ein Einkommen aus Vermietung und Verpachtung höher als der "Grundanspruch" auf Notstandshilfe, liegt Notlage nicht vor und ein Anspruch auf Notstandshilfe ist daher nicht gegeben.

50 % der Unfallrente werden auf die Notstandshilfe angerechnet, wenn diese die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt.

Die Einkommen der/des Arbeitslosen aus einer oder mehreren geringfügigen Beschäftigungen wird nicht angerechnet, wenn diese in Summe nicht den Wert der Geringfügigkeitsgrenze überschreiten.

Seit 1. 7.2018 werden die Einkommen der PartnerInnen abzüglich etwaiger Freigrenzen bei der Notstandshilfe nicht mehr berücksichtigt. Lediglich eigene Einkommen, die den Wert der Geringfügigkeitsgrenze übersteigen, können zu einer Verminderung oder zum gänzlichen Wegfall der Notstandshilfe führen.

Seit 1.7.2018 werden auch die Einkommen abzüglich etwaiger Freigrenzen Ihres/ Ihrer Lebensgefährten/Lebensgefährtin bei der Notstandshilfe nicht mehr berücksichtigt. Lediglich eigene Einkommen, die den Wert der Geringfügigkeitsgrenze übersteigen, können zu einer Verminderung oder zum gänzlichen Wegfall der Notstandshilfe führen.

Seit 1.7.2018 werden die Einkommen der PartnerInnen abzüglich etwaiger Freigrenzen bei der Notstandshilfe nicht mehr berücksichtigt. Lediglich eigene Einkommen, die den Wert der Geringfügigkeitsgrenze übersteigen, können zu einer Verminderung oder zum gänzlichen Wegfall der Notstandshilfe führen.

Da seit 1.7.2018 die Einkommen der PartnerInnen nicht mehr auf die Notstandshilfe angerechnet werden, kommen ab diesem Zeitpunkt auch Freigrenzen und Freigrenzerhöhungen nicht mehr zur Anwendung.

Fragen zu Ruhensbestimmungen

Grundsätzlich erhalten Sie während eines Aufenthaltes (Urlaub, Verwandtenbesuch) im Ausland kein Arbeitslosengeld. Liegen jedoch berücksichtigungswürdige Umstände vor, so können Sie das Arbeitslosengeld bis zu einer je nach Anlass zeitlich begrenzten Höchstdauer, aber maximal bis 3 Monate weiter beziehen.

Berücksichtigungswürdige Umstände liegen z.B. vor, wenn Sie im Ausland nachweislich Arbeit suchen, eine Ausbildung machen oder zwingende familiäre Gründe, etwa Teilnahme an der Bestattung eines nahen Verwandten usw., vorliegen.

Damit das Arbeitslosengeld auch für den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes bezahlt werden kann, müssen Sie bei der Regionalen Geschäftsstelle ein Nachsichtsansuchen unter Bekanntgabe der Gründe und Vorlage etwaiger Bestätigungen einbringen.

Während des Zeitraumes, für den Ihnen eine Ersatzleistung für Urlaubsentgelt von dem/der DienstgeberIn oder eine Urlaubsabfindung von der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse gezahlt wird, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Daher können Sie in diesem Zeitraum kein Arbeitslosengeld beziehen.

Ist der Anspruch auf eine Ersatzleistung für Urlaubsentgelt strittig oder aus sonstigen Gründen von dem/der ArbeitgeberIn nicht bezahlt worden, so kann das Arbeitslosengeld als Vorschuss gewährt werden.

Sofern ein Anspruch auf Krankengeld besteht, gebührt kein Arbeitslosengeld.

Während des Bezuges von Krankengeld ruht zwar der Arbeitslosengeldbezug, dies hat jedoch keine Auswirkung auf die zuerkannte Bezugsdauer, es kommt dadurch nur zu einer zeitlichen Verschiebung.

Fragen zur Rückforderung

Wenn Sie einen "Überbezug" durch unwahre Angaben, oder die Verschweigung von maßgeblichen Tatsachen herbeigeführt haben oder wenn Sie erkennen hätten können, dass Ihnen die Leistung nicht oder nicht in dieser Höhe gebührt. In diesem Zusammenhang ist es wesentlich, dass Sie alle Meldeverpflichtungen gegenüber dem AMS genau einhalten:  Welche Änderungen meiner Lebensumstände muss ich dem AMS melden?.

Zurückzahlen müssen Sie die Leistung auch dann, wenn nachträglich festgestellt wird, dass Arbeitslosigkeit auf Grund einer vorübergehenden Beschäftigung und des daraus erzielten Verdienstes nicht bestanden hat.

Bei einer selbständigen Beschäftigung, die die steuerliche Veranlagung beim Finanzamt bedingt, kommt es ohne jegliches Verschulden ihrerseits zu einer Rückforderung, wenn sich nachträglich auf Grund der Steuerbescheide ein höheres Einkommen oder ein höherer Umsatz, als das/der von Ihnen beim AMS ursprünglich angegebene, ergibt.

Während der Zeit einer Ersatzleistung für Urlaubsentgelt ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wenn Sie im Leistungsbezug stehen, sind Sie verpflichtet diese Ersatzleistung beim Arbeitsmarktservice zu melden. Sind Sie dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, muss das Arbeitslosengeld von Ihnen zurückgefordert werden.

Zur Abdeckung einer Forderung des AMS kann von Ihrem aktuellen Leistungsbezug die Hälfte einbehalten werden. Sie haben die Möglichkeit mit der regionalen Geschäftsstelle eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Grundsätzlich ja. Sie müssen ihre schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse nachweisen. Im Einzelfall wird von der Landesgeschäftsstelle des Arbeitsmarktservice über Ihr Stundungsansuchen entschieden.

Grundsätzlich ja.

Bei der Anzahl der Raten kommt es auf die Höhe der Rückforderung unter Berücksichtigung Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse an. Bei Forderungen in geringer Höhe werden keine Raten bewilligt (bis 3 Tagessätze). Bei Ausbleiben einer Teilzahlung wird die ganze Forderung fällig (Terminverlustklausel).

Sie haben Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe erhalten, die Ihnen nicht zugestanden wäre.

Das AMS hat Sie mit Bescheid und entsprechenden Mahnungen aufgefordert, das Geld zurückzuzahlen. Das haben Sie nicht getan. Sie stehen jetzt in Beschäftigung, daher pfändet das AMS Ihren Lohn, um die offene Forderung abdecken zu können.

Fragen zu selbstständiger Erwerbstätigkeit

Nein. Jedoch können seit 1. Jänner 2009 selbstständig Erwerbstätige freiwillig der Arbeitslosenversicherung beitreten und dadurch ihren sozialen Schutz weiter verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob sie arbeitslosenversichert sein wollen.

Fragen zur Arbeitslosenversicherung für Selbstständige beantwortet die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

Nein. Durch die mit 1. Jänner 2009 erfolgte gesetzliche Änderung besteht während einer selbstständigen Erwerbstätigkeit kein Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung, denn für selbstständig Erwerbstätige besteht eine Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung und diese schließt Arbeitslosigkeit aus. Erst nach Beendigung der selbstständigen Tätigkeit und der Beendigung der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung (das ist im Regelfall ab dem 1. des Folgemonats nach Beendigung der Selbständigkeit) kann ein Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung gegeben sein.   Nur dann, wenn Sie von der GSVG-Pensionsversicherung ausgenommen sind, können Sie eventuell Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. Sie müssen die üblichen Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe weiterhin erfüllen. Sie müssen dem Arbeitsmarkt für die Vermittlung zur Verfügung stehen. Weiters müssen Sie arbeitswillig sein. Auch dürfen Sie kein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze haben und 11,1 % Ihres Umsatzes dürfen nicht über dieser Grenze liegen.
Allerdings kann es sein, dass Sie die Leistung wieder zurückbezahlen müssen, wenn sich nachträglich aufgrund des Einkommens- bzw. Umsatzsteuerbescheides ergibt, dass Ihr Einkommen bzw. der Umsatz über der Geringfügigkeitsgrenze liegt.

Zusätzlich zur Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung können seit 1. Jänner 2009 selbstständig Erwerbstätige freiwillig der Arbeitslosenversicherung beitreten und dadurch ihren sozialen Schutz weiter verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob sie arbeitslosenversichert sein wollen.

Fragen zur Arbeitslosenversicherung für Selbständige beantwortet die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

Fragen zu Schnittstelle Pension

Weil die gesetzlichen Bestimmungen den Bezug von Arbeitslosengeld ausschließen, wenn Sie die Anspruchsvoraussetzungen für eine Alterspension erfüllen.

Wird eine Alterspension oder eines Sonderruhegeldes (nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz) beantragt, kann ein Pensionsvorschuss nur gezahlt werden, wenn die Wartezeit für die Pension erfüllt ist und eine Bestätigung des Pensionsversicherungsträgers vorliegt, dass die Feststellung der Pensionsleistung nicht binnen zwei Monaten nach dem Pensionsstichtag erfolgen kann. Ist jedoch eine Klärung der Wartezeit erforderlich, kann während der Zeit bis zur Pensionszuerkennung zwar Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ausbezahlt werden, allerdings ist es dafür erforderlich, dass Sie alle Anspruchsvoraussetzungen für diese Leistungen (inklusive der Verfügbarkeit am Arbeitsmarkt und der Arbeitswilligkeit) erfüllen. Im Fall der Pensionszuerkennung wird die ab dem Pensionsstichtag gewährte Zahlung mit dem Pensionsversicherungsträger rückverrechnet.

Als Alterspensionen kommen in Betracht:

  • Alterspension
  • Korridorpension
  • Schwerarbeitspension (seit 01.01.2007)
  • vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer - Übergangsregelung

Weitere Informationen zu diesen Pensionen finden Sie auf den Seiten der Pensionsversicherungsanstalt.

Grundsätzlich ja, außer wenn Sie eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension beantragt haben, aus dem aufrechten Dienstverhältnis kein Entgeltanspruch mehr besteht und der Anspruch auf Krankengeld erschöpft ist.

Der Pensionsvorschuss wird wie das Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe berechnet. Liegt der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice eine schriftliche Mitteilung des Sozialversicherungsträgers vor, dass die zu erwartende Pension niedriger sein wird, ist der Pensionsvorschuss entsprechend zu vermindern.

Nein, auch wenn der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice die Höhe der zu erwartenden Pension bereits bekannt ist (z.B. durch Bescheid oder Bestätigung der Pensionsversicherung wird mitgeteilt, dass die Pension höher sein wird als der Vorschuss), ist die Vorschussleistung in gleicher Höhe wie bisher weiterzuzahlen.

Der Pensionsvorschuss gebührt in der Höhe des zustehenden Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe.

Der Pensionsvorschuss gebührt in Höhe der Notstandshilfe. Sind Umstände gegeben, die die Verringerung des Bezuges veranlassen, so kommt es auch beim Pensionsvorschuss zur Einkommensanrechnung.

So lange das Pensionsverfahren beim Pensionsversicherungsträger läuft bzw. die Voraussetzungen für einen Grundanspruch gegeben sind.

Die Pensionsablehnung ist dem AMS zu melden.

Wenn Sie gegen die Ablehnung des Pensionsantrages ein Rechtsmittel ergreifen, besteht nicht die Möglichkeit bis Entscheidung der nächsten Instanz einen Pensionsvorschuss zu beziehen.

Unter welchen Voraussetzungen Sie in einem solchen Fall eine Grundleistung (Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe) erhalten, erfahren Sie direkt bei Ihrer/Ihrem BeraterIn.

Während des Bezuges von Pensionsvorschuss können Sie einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nachgehen.

Wurde Ihr Antrag auf Zuerkennung einer Invaliditätspension oder einer (vorzeitigen) Alterspension mangels Wartezeit rechtskräftig abgelehnt, ist auf Grund Ihrer schweren Diabetes festzustellen, ob Arbeitsfähigkeit vorliegt. Zur Klärung der Arbeitsfähigkeit ist ein ärztliches Gutachten einzuholen.

Wurde Ihr Antrag auf Invaliditätspension aber rechtskräftig abgelehnt, weil Sie nicht invalid sind, dh. Arbeitsfähigkeit liegt vor, müssen Sie bereit sein, eine vom Arbeitsmarktservice zugewiesene zumutbare Beschäftigung anzunehmen.

Erklären Sie sich jedoch weiterhin als arbeitsunfähig, liegt Arbeitswilligkeit nicht vor und Sie haben deshalb keinen Anspruch auf eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung.

Fragen zur Sperrfrist

Sollten keine berücksichtigungswürdigen Umstände für die Kündigung vorliegen, gebührt für 4 Wochen, gerechnet ab dem arbeitsrechtlichen Ende des Dienstverhältnisses, kein Arbeitslosengeld. Ein Krankenversicherungsschutz ist aber gegeben.

Bei einer Kündigung durch den/die DienstgeberIn gibt es grundsätzlich keine 4 wöchige Sperrfrist, es sei denn, dem/der ArbeitnehmerIn ist ein schuldhaftes Verhalten anzulasten - wie z.B. bei einer fristlosen Entlassung.

Nein, denn eine einvernehmliche Lösung stellt keine Lösung durch den/die DienstnehmerIn im Sinne des Arbeitslosenversicherungsgesetzes dar.

Die 4-wöchige Sperrfrist wird ab dem arbeitsrechtlichen Ende des Dienstverhältnisses gerechnet, unabhängig davon, wann der Antrag auf Arbeitslosengeld/Notstandshilfe gestellt wird.

Wird ein Antrag also ein Monat nach dem Ende des Dienstverhältnisses gestellt, so kommt die Sperrfrist gar nicht mehr zum Tragen. Die sofortige Antragstellung sichert Ihnen aber den durchgängigen Krankenversicherungsschutz.

Die Aufnahme einer Beschäftigung während der Sperrfrist kann als Nachsichtsgrund berücksichtigt werden. Eine teilweise Nachsicht von der Sperrfrist ist aus diesem Grund möglich.

Es besteht die Möglichkeit, bei jener regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice, die die Sperre mit Bescheid ausgesprochen hat, innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung dieses Bescheides eine begründete Beschwerde einzubringen - zu Form und Inhalt dieser Beschwerde beachten Sie bitte die Rechtsmittelbelehrung auf dem angefochtenen Bescheid.

Nein, die Sperre verringert nicht die Dauer des Bezuges, sondern schiebt nur den Beginn des Arbeitslosengeldes oder der Notstandshilfe hinaus.

Ja.

Fragen zur Verfügbarkeit /Arbeitswilligkeit

Sie müssen bereit sein zu den üblichen Beschäftigungszeiten eine Beschäftigung anzunehmen, die zumindest über der Geringfügigkeitsgrenze entlohnt wird.

Im Arbeitslosenversicherungsgesetz sind die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld genau geregelt. Unter anderem ist Voraussetzung, dass Sie dem Arbeitsmarktservice für die Vermittlung am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und arbeitswillig sind.

Das kommt darauf an, ob Sie die üblichen Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe auch weiterhin erfüllen. Sie müssen dem Arbeitsmarkt für die Vermittlung zur Verfügung stehen. Weiters müssen Sie arbeitswillig sein. Auch dürfen Sie kein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze haben und es dürfen 11,1 % Ihres Umsatzes nicht über dieser Grenze liegen.

Allerdings kann es sein, dass Sie die Leistung wieder zurückbezahlen müssen, wenn sich nachträglich aufgrund des Einkommens- bzw. Umsatzsteuerbescheides ergibt, dass Ihr Einkommen bzw. der Umsatz über der Geringfügigkeitsgrenze liegt.

Durch eine ärztliche Untersuchung wird das Ausmaß Ihrer Arbeitsfähigkeit festgestellt. Das AMS wird Sie dann innerhalb dieser Voraussetzungen bei der Arbeitssuche unterstützen.

Eine der unbedingten Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe ist die Arbeitswilligkeit. Wenn Sie nicht arbeiten gehen wollen, aus welchen Gründen auch immer, fehlt diese Voraussetzung. Sie haben daher auch keinen Anspruch.

Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe sind ebenso (beschränkt) pfändbar wie das Einkommen aus Beschäftigung.

Zur Erreichbarkeit eines Arbeitsplatzes sieht der Gesetzgeber vor, dass eine zugewiesene Beschäftigung den "Zumutbarkeitsvoraussetzungen" entsprechen muss. Sie darf insbesondere die Gesundheit nicht gefährden (zB durch zu langen Fußmarsch entlang einer gefährlichen Straße ohne Gehsteig).

Für die Zumutbarkeit einer Beschäftigung ist ebenfalls ausschlaggebend, dass diese in angemessener Zeit erreichbar ist. Darunter ist bei einer Vollzeitbeschäftigung zu verstehen, dass die tägliche Wegzeit für den Hin- und Rückweg jedenfalls zwei Stunden betragen kann. Bei Teilzeitbeschäftigungen sind jedenfalls eineinhalb Stunden als zumutbare Wegzeit anzusehen. Nur unter besonderen Umständen (wie z.B. besonders günstige Arbeitsbedingungen oder Anreise aus einer Pendlerregion) müssen auch längere Wegzeiten akzeptiert werden. Falls eine tägliche Rückkehr an den Wohnort nicht möglich ist, muss eine entsprechende Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

Anspruch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe hat, wer der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Grundsätzlich ist bei Personen mit Betreuungspflichten davon auszugehen, dass sie eine zumutbare Beschäftigung aufnehmen können, weil die Betreuungspflicht zeitweise von anderen Personen wahrgenommen werden kann. Bei einer eingeschränkten Verfügbarkeit wegen Betreuungsverpflichtungen für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese nachweislich keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie auf jeden Fall zur Aufnahme einer Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen. In allen anderen Fällen müssen Sie sich für Beschäftigungen im Mindestausmaß von 20 Wochenstunden bereithalten.

Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe hat nur, wer der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Unter Berücksichtigung der Wahrnehmung Ihrer gesetzlichen Betreuungspflichten für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese nachweislich keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie auf jeden Fall zur Aufnahme einer Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Erfordert die Betreuung von Familienangehörigen einen solchen zeitlichen Umfang, dass dies auch eine Beschäftigung von 16 Stunden in der Woche ausschließen würde und kann der/die Arbeitslose nach den tatsächlichen Verhältnissen diese Pflege nicht an andere Personen übertragen, liegt Verfügbarkeit im Sinne der Bestimmungen im Arbeitslosenversicherungsgesetz nicht vor.

Fragen zum Versicherungsschutz

Ja, die Meldung ist unverzüglich durchzuführen! Sowohl den Beginn als auch die Beendigung des Krankenstandes müssen Sie melden, da eine Weitergewährung der Leistung erst ab dem Tag der persönlichen Wiedermeldung möglich ist.

Weitere Informationen zu Ihren Meldepflichten.

Nein. Es kommt zum Ruhen des Arbeitslosengeldes.

Ja, sofern Sie arbeitsfähig sind. Die Arbeitsfähigkeit wird aufgrund einer ärztlichen Untersuchung festgestellt.

Wenn Sie Arbeitslosengeld/Notstandshilfe beantragt haben und über den Anspruch positiv entschieden wurde, dann sind Sie (im Normalfall) bei der Gebietskrankenkasse krankenversichert.

Nein, allerdings erfolgt die Versicherung rückwirkend ab dem Tag der Geltendmachung.

Wenden Sie sich zur Beantwortung dieser Frage bitte an Ihre zuständige Gebietskrankenkasse.

Grundsätzlich 6 Wochen nach Ausscheiden aus dem Leistungsbezug, wenn die Versicherungszeit durchgehend 6 Wochen oder im letzten Jahr 26 Wochen gedauert hat. Für genauere Informationen steht Ihnen gerne die zuständige Gebietskrankenkasse zur Verfügung.

Ja.

Bezugszeiten von Personen, die am 1.1.1955 oder danach geboren sind, werden in der Pensionsversicherung generell als Beitragszeiten berücksichtigt.

Für Personen, die am 31.12.2004 das 50. Lebensjahr bereits vollendet haben, gilt das mit 1. Jänner 2005 in Kraft getretene neue Pensionsrecht nicht. Von diesen Personen werden die Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld/Notstandshilfe in der Pensionsversicherung als "Ersatzzeiten" berücksichtigt.

Ja.

Während des Leistungsbezuges besteht Unfallversicherungsschutz u.a. für Wegunfälle, die sich bei der Inanspruchnahme von Leistungen oder beim Aufsuchen einer Arbeits- oder Ausbildungsstätte auf Veranlassung des Arbeitsmarktservice ereignen.

Fragen zum Weiterbildungsgeld

Die Bildungskarenz kann innerhalb von vier Jahren im Gesamtausmaß von mindestens 2 Monaten bis zu maximal einem Jahr vereinbart werden. Während der Bildungskarenz kann bei Erfüllung der sonstigen Anspruchsvoraussetzungen Weiterbildungsgeld für die Dauer der Bildungsmaßnahme, maximal jedoch für ein Jahr innerhalb von 4 Jahren, bezogen werden. Das Weiterbildungsgeld gebührt in der Höhe des Arbeitslosengeldes, mindestens jedoch in der Höhe von € 14,53 täglich.

Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr Anspruch auf Weiterbildungsgeld ist, hilft Ihnen unser Online-Ratgeber.

  • Eine Bildungskarenz als Grundlage für einen Bezug von Weiterbildungsgeld kann nur dann vereinbart werden, wenn Sie (bei der/dem gleichen DienstgeberIn) zuvor mindestens seit 6 Monaten arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt sind. Von dieser Regelung gibt es allerdings Ausnahmen – wenn Sie z.B. eine Bildungskarenz im Anschluss an eine Elternkarenz planen. Genaue Informationen zu diesen Ausnahmen erhalten bei Ihrer zuständigen regionalen Geschäftsstelle.
  • Eine Bildungskarenz zwischen DienstgeberIn und DienstnehmerIn kann innerhalb eines Zeitraumes von insgesamt 4 Jahren im Gesamtausmaß von mindestens zwei Monaten bis maximal einem Jahr abgeschlossen werden. Es bleibt dabei Ihnen überlassen, ob die das Jahr zur Gänze durchgehend in Anspruch nehmen wollen – was dazu führt, dass sie in den darauf folgenden 3 Jahren keine weitere Bildungskarenz konsumieren können - oder ob Sie die 12-monatige Bildungskarenz innerhalb des Vierjahreszeitraumes in Teilen verbrauchen wollen. Bei letzter Variante muss beachtet werden, dass jeder einzelne Teil zumindest 2 Monate andauern muss.
  • Eine oder mehrere Bildungsmaßnahme(n) müssen mit der Dauer des vereinbarten Karenzurlaubes grundsätzlich deckungsgleich sein
  • Die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme muss nachweislich im Ausmaß von mindestens 20 Wochenstunden erfolgen oder eine vergleichbare zeitliche Belastung (z.B. Studium) muss gegeben sein.
    Haben Sie Betreuungsverpflichtungen für ein Kind, dass das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und bestehen keine längeren Betreuungsmöglichkeiten, ist es ausreichend, wenn die von Ihnen besuchten Weiterbildungsmaßnahmen zumindest 16 Wochenstunden in Anspruch nehmen.
  • Wird während der Bildungskarenz einem Studium nachgegangen muss nach jedem Semester bzw. nach jeweils 6 Monaten ein Nachweis über die Ablegung von Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Gesamtumfang von 4 Semesterwochenstunden oder im Ausmaß von 8 ECTS-Punkten erbracht werden. Alternativ kann auch ein anderer Erfolgsnachweis (wie beispielsweise die Ablegung der Diplomprüfung oder des Rigorosums oder eine Bestätigung des Fortschrittes und des zu erwartenden positiven Abschlusses einer Diplomarbeit oder einer sonstigen Abschlussarbeit) erbracht werden. Erfolgt das nicht, ist eine weitere Gewährung des Weiterbildungsgeldes nicht möglich.
  • Ein Mindestmaß an arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten, die so genannte Anwartschaft, muss am Beginn des 4-jährigen Beobachtungszeitraumes vorliegen – unabhängig davon, ob dieser mit einer Bildungskarenz oder einer Bildungsteilzeit beginnt.

Rechtsanspruch auf die Bildungskarenz besteht keiner; jedoch besteht ein Anspruch auf Weiterbildungsgeld, wenn alle gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie die Voraussetzungen auf Weiterbildungsgeld erfüllen, nutzen Sie unseren hierfür erstellten "Online-Ratgeber".

Der Antrag auf Weiterbildungsgeld ist spätestens bei Beginn der Bildungskarenz zu stellen. An Unterlagen sind zum Antragsformular eine Vereinbarung über die Bildungskarenz, abgeschlossen zwischen ArbeitnehmerIn und ArbeitgeberIn, und eine Bestätigung über die Aus- und Weiterbildungsmaßnahme, welche auch die Kursdauer beinhalten muss, erforderlich.

Hier finden Sie das Formular für die Bestätigung des Abschlusses der Bildungskarenz.

Ein/e Dienstnehmer/in die in Deutschland lebt, aber in Österreich bei einer Firma mit Sitz in Österreich arbeitet, kann Weiterbildungsgeld beziehen. Der Bezug ist trotz Auslandswohnsitz zulässig.

Ja, denn die Bildungskarenz muss zwischen DienstnehmerIn und DienstgeberIn vereinbart werden.

Wenn er/sie kein/e Beamter/Beamtin ist und auch sonst alle Voraussetzungen erfüllt, kann er/sie Weiterbildungsgeld beziehen, wenn zuvor in diesem Dienstverhältnis sechs Monate arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung gelegen haben.

Um Weiterbildungsgeld erhalten zu können, müssen Sie unmittelbar vor Beginn der Bildungskarenz bei diesem Dienstgeber ununterbrochen 6 Monate arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Ausnahmen von diesem Grundsatz (z.B. im Anschluss an eine Elternkarenz udgl.) erfragen Sie bitte direkt bei der für Sie zuständigen regionalen Geschäftsstelle.

Parallel können Sie mehrere DienstgeberInnen haben, jedoch muss in einem Dienstverhältnis eine arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung im Ausmaß von 6 Monate direkt vor der Bildungskarenz vorliegen. Wird mit diesem Dienstgeber eine Bildungskarenz vereinbart, gebührt Weiterbildungsgeld nur, wenn Sie aus den anderen Dienstverhältnissen nur ein Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze erhalten.

Keine.

Ja, eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ist möglich. Dabei ist es unerheblich, ob die geringfügige Beschäftigung bei dem Dienstgeber, der die Bildungskarenz gewährt hat, oder bei einem anderen Dienstgeber ausgeübt wird.

Nein, dies ist nicht möglich. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ist aber zulässig.

Ja, denn Ihre Beschäftigungszeiten werden zusammengerechnet.

Das Weiterbildungsgeld gebührt in der Höhe des Arbeitslosengeldes (inklusive gebührender Familienzuschläge), in jedem Fall jedoch in der Höhe von EUR 14,53 täglich.

Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr Weiterbildungsgeld ist, hilft Ihnen unser Online-Ratgeber.

Bei der Gebietskrankenkasse Ihres Wohnortes sind Sie krankenversichert. Ebenso sind Sie unfall- und pensionsversichert.

Jede Ausbildung, die zur Weiterbildung dient. Ausgenommen sind Kurse, welche zur körperlichen Ertüchtigung oder zum persönlichen Wohlbefinden gemacht werden, wie z.B. Gymnastikkurse und ähnliches mehr.
Eine der Grundvoraussetzungen für den Anspruch ist jedoch, dass Sie nachweislich an einer Weiterbildungsmaßnahme im Ausmaß von mindestens 20 Wochenstunden oder einer vergleichbaren zeitlichen Belastung (zB Studium) teilnehmen. Haben Sie Betreuungsverpflichtungen für ein Kind, das das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und bestehen keine längeren Betreuungsmöglichkeiten, ist es ausreichend, wenn die von Ihnen besuchten Weiterbildungsmaßnahmen zumindest 16 Wochenstunden in Anspruch nehmen.

Wird während der Bildungskarenz einem Studium nachgegangen muss nach jedem Semester bzw. nach jeweils 6 Monaten ein Nachweis über die Ablegung von Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Gesamtumfang von 4 Semesterwochenstunden oder im Ausmaß von 8 ECTS-Punkten erbracht werden. Alternativ kann auch ein anderer Erfolgsnachweis (wie beispielsweise die Ablegung der Diplomprüfung oder des Rigorosums oder eine Bestätigung des Fortschrittes und des zu erwartenden positiven Abschlusses einer Diplomarbeit oder einer sonstigen Abschlussarbeit) erbracht werden. Erfolgt das nicht, ist eine weitere Gewährung des Weiterbildungsgeldes nicht möglich.

Weiterbildungsgeld kann für maximal 1 Jahr gewährt werden auch wenn die Ausbildung länger als 1 Jahr andauert.

Ja, ohne weiteres. Wichtig ist die grundsätzliche Zeitraumdeckung des Kurses mit der Bildungskarenz. Weiterbildungsgeld kann jedoch frühestens ab vereinbarter Bildungskarenz gewährt werden.

Nein, denn es muss eine grundsätzliche Zeitraumdeckung zwischen Kursmaßnahme und vereinbarten Bildungskarenz gegeben sein. Da eine Bildungskarenz für einen Zeitraum von mindestens 2 Monaten und maximal einem Jahr vereinbart sein kann, wäre eine Kursmaßnahme, die alle zwei Monate am Wochenende stattfindet, nicht erlaubt.

Ja. Die Inanspruchnahme der Bildungskarenz kann innerhalb von 4 Jahren in mehreren Teilen erfolgen, wobei jedoch jeder Teil mindestens 2 Monate dauern muss und alle Teile gemeinsam maximal 365 Tage (366 Tage in einem Schaltjahr) umfassen dürfen.

Weiterbildungsgeld kann nicht angewiesen werden, bis ein Ersatzkurs gefunden worden ist. Wird der Ersatzkurs bei einer einjährigen Bildungskarenz innerhalb der vierwöchigen Vorlaufzeit gefunden, kann rückwirkend angewiesen werden, ansonsten erst ab Beginn des Ersatzkurses.

Die Teilnahme an der Kursmaßnahme ist durch qualifizierte Nachweise (z. B. Besuchsbestätigung, usw.) zu belegen.

Wird während der Bildungskarenz einem Studium nachgegangen muss nach jedem Semester bzw. nach jeweils 6 Monaten ein Nachweis über die Ablegung von Prüfungen aus Pflicht- und Wahlfächern im Gesamtumfang von 4 Semesterwochenstunden oder im Ausmaß von 8 ECTS-Punkten erbracht werden. Alternativ kann auch ein anderer Erfolgsnachweis (wie beispielsweise die Ablegung der Diplomprüfung oder des Rigorosums oder eine Bestätigung des Fortschrittes und des zu erwartenden positiven Abschlusses einer Diplomarbeit oder einer sonstigen Abschlussarbeit) erbracht werden. Erfolgt das nicht, ist eine weitere Gewährung des Weiterbildungsgeldes nicht möglich.

Ja, ohne weiteres.

Wenn das Arbeitsverhältnis beendet worden ist und Arbeitslosigkeit vorliegt, haben Sie höchstwahrscheinlich Anspruch auf Arbeitslosengeld, da die Zeiten, welche zur Anspruchsberechnung auf Weiterbildungsgeld herangezogen wurden, bei der Anspruchsberechnung auf Arbeitslosengeld nochmals berücksichtigt werden können.

Das Weiterbildungsgeld kann nach Beendigung des Dienstverhältnisses im vereinbarten Zeitraum nur dann weiter bezogen werden, wenn die Lösung durch den Dienstgeber erfolgt ist oder im Falle einer Insolvenz des Unternehmens gelöst wird; nicht jedoch bei einvernehmlicher Lösung oder Beendigung durch den/die Dienstnehmer/in. Wird bei einer gestaffelten Bildungskarenz das Dienstverhältnis durch den Arbeitsgeber während der Inanspruchnahme eines Karenzteiles aufgelöst, kann das Weiterbildungsgeld nur bis zum Ende dieses Karenzteiles bezogen werden. Für die übrigen Karenzteile besteht kein Anspruch auf Weiterbildungsgeld. Wird das Beschäftigungsverhältnis zwischen zwei Karenzteilen gelöst, besteht keine Möglichkeit, Weiterbildungsgeld weiter zu beziehen.

Wenn das Dienstverhältnis noch andauert bzw. aufrecht ist, kann keine weitere Leistung bezogen werden, da Arbeitslosigkeit nicht vorliegt.

Wurde allerdings das Dienstverhältnis beendet, wäre eine Antragstellung auf Arbeitslosengeld möglich, da auf die arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten nochmals zugegriffen werden kann. Diese sind nämlich durch den Bezug von Weiterbildungsgeld nicht verbraucht.

Während und nach der Bildungskarenz haben Sie keinen besonderen Kündigungsschutz.

Fragen zur Zumutbarkeit

Die "Zumutbarkeit" ist im Arbeitslosenversicherungsgesetz geregelt.

Unter "zumutbare Beschäftigung" ist eine solche zu verstehen, die

  • Ihren körperlichen Fähigkeiten entspricht,
  • Ihre Gesundheit und Sittlichkeit nicht gefährdet und
  • die Wahrnehmung Ihrer gesetzlichen Betreuungspflichten ermöglicht, wobei Sie jedoch auf jeden Fall für eine Beschäftigung im Ausmaß von 20 Wochenstunden zur Verfügung stehen müssen.

Bei einer eingeschränkten Verfügbarkeit wegen Betreuungsverpflichtungen für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie auf jeden Fall zur Aufnahme einer Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen.

Für die Zumutbarkeit einer Beschäftigung ist ebenfalls ausschlaggebend, dass diese in angemessener Zeit erreichbar ist. Darunter ist bei einer Vollzeitbeschäftigung zu verstehen, dass die tägliche Wegzeit für den Hin- und Rückweg jedenfalls zwei Stunden betragen kann. Bei Teilzeitbeschäftigungen sind jedenfalls eineinhalb Stunden als zumutbare Wegzeit anzusehen. Geringfügige Überschreitungen der täglichen Wegzeiten sind immer zulässig. Nur unter besonderen Umständen (z.B. besonders günstige Arbeitsbedingungen wie kostenlose Hin- und Rückfahrt mit einem Firmenbus, besonders hohes Entgelt, Betriebskindergarten bzw. Anreise aus einer Pendlerregion) müssen auch wesentlich längere Wegzeiten akzeptiert werden. Falls eine tägliche Rückkehr an den Wohnort nicht möglich ist, muss eine entsprechende Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

In den ersten 100 Tagen des Bezuges von Arbeitslosengeld ist eine Vermittlung außerhalb des bisherigen Tätigkeitsbereichs nur dann zumutbar, wenn dadurch eine künftige Beschäftigung im bisherigen Beruf nicht wesentlich erschwert wird.

Die Entlohnung einer angebotenen zumutbaren Beschäftigung muss mindestens dem jeweiligen Kollektivvertragslohn entsprechen. Während Sie Arbeitslosengeld beziehen, muss sich die angebotene Entlohnung im Falle einer Vermittlung in einen anderen Beruf oder auf eine Teilzeitbeschäftigung zusätzlich auch an Ihren vorhergehenden Verdiensten orientieren. Demnach gilt in einem solchen Fall die vorgeschlagene Stelle nur dann als zumutbar, wenn die angebotene Entlohnung in den ersten 120 Tagen des Arbeitslosengeldbezuges mindestens 80 % und danach mindestens 75% des der letzten Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld entsprechenden Entgelts beträgt.

Das AMS hat den gesetzlichen Auftrag Ihre Arbeitslosigkeit so rasch wie möglich (unter Einhaltung der Zumutbarkeitsbestimmungen) zu beenden. Die Zuweisung zu einer vorübergehenden Beschäftigung schließt die Suche nach einer Dauerbeschäftigung nicht aus. Darüber hinaus besteht weiterhin die Möglichkeit beim Arbeitsmarktservice als arbeitsuchend vorgemerkt zu bleiben.

Grundsätzlich ist das AMS bestrebt, Ihre Vermittlungswünsche zu erfüllen. Ist jedoch bei der Entgegennahme des Wunsches absehbar, dass Ihre Erwartungen dazu beitragen, dass die Arbeitslosigkeit trotz größtmöglichem Bemühens des AMS länger dauern wird, sind mit Ihnen im Betreuungsplan Vereinbarungen zu treffen, die die Wahrscheinlichkeit einer Arbeitsaufnahme wesentlich erhöhen.

Auf Ihren Wunsch wird während der ersten 100 Tage des Bezuges von Arbeitslosengeld selbstverständlich Rücksicht genommen. Vor einer Zuweisung in einen Beruf, der nicht Ihrer Ausbildung entspricht, wird überprüft, wie die bestehenden Chancen, in den erlernten Beruf zurückzukehren, durch die zugewiesene Beschäftigung beeinflusst werden. Wenn kein wesentlicher negativer Einfluss erwartet werden kann, ist die Vermittlung zumutbar.

Die Aufgabe des Arbeitsmarktservice liegt unter anderem darin, die/den Arbeitslose/n so schnell wie möglich wieder in Beschäftigung zu bringen. Die negativen Folgen einer längeren Arbeitslosigkeit sollen dadurch gering gehalten werden. Daran kann auch eine Wieder- bzw. Einstellungszusage für die Zukunft nichts ändern. Sofern die sonstigen Voraussetzungen der Zumutbarkeit gegeben sind, besteht kein Anspruch auf eine entsprechende Rücksichtnahme.

Während des Bezuges von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe können Sie zusätzlich einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nachgehen, ohne dass dadurch Ihr Leistungsanspruch wegfällt. Sie gelten weiterhin als arbeitslos.

Aufgabe des AMS ist es, eine dauerhafte, die Arbeitslosigkeit beendende Stelle für Sie zu finden. Den Stellenvorschlägen müssen Sie daher nachgehen, um allenfalls auch unter Aufgabe Ihrer geringfügigen Beschäftigung Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden.

Der Gesetzgeber hat diesbezüglich keine Einschränkungen getroffen, die Stelle muss lediglich den Zumutbarkeitsbestimmungen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes entsprechen.

In den ersten 100 Tagen des Bezuges von Arbeitslosengeld ist eine Vermittlung außerhalb des bisherigen Tätigkeitsbereichs nur dann zumutbar, wenn dadurch eine künftige Beschäftigung im bisherigen Beruf nicht wesentlich erschwert wird.

Die Entlohnung einer angebotenen zumutbaren Beschäftigung muss mindestens dem jeweiligen Kollektivvertragslohn entsprechen. Während Sie Arbeitslosengeld beziehen, muss sich die angebotene Entlohnung im Falle einer Vermittlung in einen anderen Beruf oder auf eine Teilzeitbeschäftigung zusätzlich auch an Ihren vorhergehenden Verdiensten orientieren.

Das AMS möchte Sie dabei unterstützen wieder Arbeit zu finden. Durch den Besuch der Maßnahme sollen Ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessert werden. Dieser Auftrag wird vom AMS nur dann erteilt, wenn Sie ohne Wiedereingliederungsmaßnahme nicht in der Lage sind, einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen.

Die Entlohnung einer angebotenen zumutbaren Beschäftigung muss mindestens dem jeweiligen Kollektivvertragslohn entsprechen. Während Sie Arbeitslosengeld beziehen, muss sich die angebotene Entlohnung im Falle einer Vermittlung in einen anderen Beruf oder auf eine Teilzeitbeschäftigung zusätzlich auch an Ihren vorhergehenden Verdiensten orientieren. Demnach gilt in einem solchen Fall die vorgeschlagene Stelle nur dann als zumutbar, wenn die angebotene Entlohnung in den ersten 120 Tagen des Arbeitslosengeldbezuges mindestens 80 % oder - vom 121. Tag bis zum Ende des Arbeitslosengeldanspruches - mindestens 75% des der letzten Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld entsprechenden Entgelts beträgt. Es besteht auch nach Einstieg in ein Dienstverhältnis weiterhin die Möglichkeit, dass Sie sich um eine besser entlohnte Stelle umsehen. Das AMS ist Ihnen dabei gerne behilflich.

Wann eine Stelle zumutbar ist, wird im § 9 Arbeitslosenversicherungsgesetz geregelt. Sie darf insbesondere die Gesundheit nicht gefährden. Wenn keine gesundheitlichen Probleme bestehen, wird diese (ungefährliche) Wegstrecke jedenfalls als zumutbar angesehen. Im Einzelfall wird aufgrund des Gesundheitszustandes und der Gefährlichkeit der Wegstrecke die Zumutbarkeit der Beschäftigung beurteilt.

Grundsätzlich ja. Unter "zumutbaren Beschäftigungen" sind solche zu verstehen, welche ua. die Wahrnehmung Ihrer gesetzlichen Betreuungspflichten ermöglicht, wobei Sie jedoch für eine Beschäftigung im Ausmaß von 20 Wochenstunden zur Verfügung stehen müssen. Bei Betreuungspflichten für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie für eine Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen können.

Für die Zumutbarkeit einer Beschäftigung ist ebenfalls ausschlaggebend, dass diese in angemessener Zeit erreichbar ist. Bei Teilzeitbeschäftigungen sind eineinhalb Stunden als zumutbare Wegzeit anzusehen, bei einer Vollzeitbeschäftigung zwei Stunden.

Landesgrenzen sind für die Zumutbarkeit einer Beschäftigung ohne Bedeutung, ausschlaggebend ist, ob die Arbeitsstelle in angemessener Zeit erreichbar ist. Darunter ist zu verstehen, dass die tägliche Wegzeit bei einer Vollzeitbeschäftigung bis 2 Stunden als zumutbare Wegzeit anzusehen ist. Bei Teilzeitarbeit gilt eine Wegzeit bis 1,5 Stunden als zumutbar. Diese Wegzeiten können nur unter besonderen Umständen (wie kostenlose Hin- und Rückfahrt mit einem Firmenbus, besonders hohes Entgelt, Betriebskindergarten bzw. Anreise aus einer Pendlerregion) überschritten werden und trotzdem zumutbar sein. Falls eine tägliche Rückkehr nach Hause nicht möglich ist, sind auch Stellen zumutbar, bei denen eine entsprechende Unterkunft vom Dienstgeber bereitgestellt wird.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 16. März 2020