Häufig gestellte Fragen zum Thema

Verfügbarkeit /Arbeitswilligkeit


  • Sie müssen bereit sein zu den üblichen Beschäftigungszeiten eine Beschäftigung anzunehmen, die zumindest über der Geringfügigkeitsgrenze entlohnt wird.

  • Im Arbeitslosenversicherungsgesetz sind die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld genau geregelt. Unter anderem ist Voraussetzung, dass Sie dem Arbeitsmarktservice für die Vermittlung am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und arbeitswillig sind.

  • Das kommt darauf an, ob Sie die üblichen Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe auch weiterhin erfüllen. Sie müssen dem Arbeitsmarkt für die Vermittlung zur Verfügung stehen. Weiters müssen Sie arbeitswillig sein. Auch dürfen Sie kein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze haben und es dürfen 11,1 % Ihres Umsatzes nicht über dieser Grenze liegen.
    Allerdings kann es sein, dass Sie die Leistung wieder zurückbezahlen müssen, wenn sich nachträglich aufgrund des Einkommens- bzw. Umsatzsteuerbescheides ergibt, dass Ihr Einkommen bzw. der Umsatz über der Geringfügigkeitsgrenze liegt.

  • Durch eine ärztliche Untersuchung wird das Ausmaß Ihrer Arbeitsfähigkeit festgestellt. Das AMS wird Sie dann innerhalb dieser Voraussetzungen bei der Arbeitssuche unterstützen.

  • Eine der unbedingten Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe ist die Arbeitswilligkeit. Wenn Sie nicht arbeiten gehen wollen, aus welchen Gründen auch immer, fehlt diese Voraussetzung. Sie haben daher auch keinen Anspruch.
    Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe sind ebenso (beschränkt) pfändbar wie das Einkommen aus Beschäftigung.

  • Zur Erreichbarkeit eines Arbeitsplatzes sieht der Gesetzgeber vor, dass eine zugewiesene Beschäftigung den "Zumutbarkeitsvoraussetzungen" entsprechen muss. Sie darf insbesondere die Gesundheit nicht gefährden (zB durch zu langen Fußmarsch entlang einer gefährlichen Straße ohne Gehsteig).

    Für die Zumutbarkeit einer Beschäftigung ist ebenfalls ausschlaggebend, dass diese in angemessener Zeit erreichbar ist. Darunter ist bei einer Vollzeitbeschäftigung zu verstehen, dass die tägliche Wegzeit für den Hin- und Rückweg jedenfalls zwei Stunden betragen kann. Bei Teilzeitbeschäftigungen sind jedenfalls eineinhalb Stunden als zumutbare Wegzeit anzusehen. Nur unter besonderen Umständen (wie z.B. besonders günstige Arbeitsbedingungen oder Anreise aus einer Pendlerregion) müssen auch längere Wegzeiten akzeptiert werden. Falls eine tägliche Rückkehr an den Wohnort nicht möglich ist, muss eine entsprechende Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

  • Anspruch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe hat, wer der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Grundsätzlich ist bei Personen mit Betreuungspflichten davon auszugehen, dass sie eine zumutbare Beschäftigung aufnehmen können, weil die Betreuungspflicht zeitweise von anderen Personen wahrgenommen werden kann. Bei einer eingeschränkten Verfügbarkeit wegen Betreuungsverpflichtungen für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese nachweislich keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie auf jeden Fall zur Aufnahme einer Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen. In allen anderen Fällen müssen Sie sich für Beschäftigungen im Mindestausmaß von 20 Wochenstunden bereithalten.

  • Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe hat nur, wer der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Unter Berücksichtigung der Wahrnehmung Ihrer gesetzlichen Betreuungspflichten für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr oder für ein behindertes Kind (wenn für diese nachweislich keine längere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist) müssen Sie auf jeden Fall zur Aufnahme einer Beschäftigung im Ausmaß von 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Erfordert die Betreuung von Familienangehörigen einen solchen zeitlichen Umfang, dass dies auch eine Beschäftigung von 16 Stunden in der Woche ausschließen würde und kann der/die Arbeitslose nach den tatsächlichen Verhältnissen diese Pflege nicht an andere Personen übertragen, liegt Verfügbarkeit im Sinne der Bestimmungen im Arbeitslosenversicherungsgesetz nicht vor.